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Flensburg Billig-Bauhaus an der Reepschlägerbahn?

Von pop | 28.08.2010, 03:59 Uhr

Für eine heftigen Disput im Umwelt- und Planungsausschuss sorgte ein geplantes Bauvorhaben an der Reepschlägerbahn.

Hier plant ein Investor ein dreigeschossiges Wohnhaus mit drei Stadtwohnungen. Die Kritik richtete sich sowohl an die Größe als auch an die Architektur. "Das sieht aus wie die Rache des Architekten", empörte sich Elmar Westphal (WiF) und sprach von einer "Billig-Version des Bauhaus-Stils". Jörg Pepmeyer (Akopol) empfand den Entwurf als "Schuhkarton-Architektur". Den ursprünglich geplanten historisierenden Entwurf mit Fachwerk-Elementen hatte der Gestaltungsbeirat im Juli abgelehnt.

Gegenwind gab es von Dr. Ekkehard Krüger (Seniorenbeirat): "Wir wollen hier kein Rothenburg ob der Tauber. In diesem Ausschuss wurde schon viel Unsinn verhindert, aber leider auch manches Interessante." Denkmalpfleger Eiko Wenzel urteilte, das Bauvorhaben füge sich ein.

Das Grundstück ist eigentlich der bis an die Reepschlägerbahn reichende Garten des Grundstücks Selckstraße 3 (Jens-Jessen-Haus); bekommt der Investor den Zuschlag, will er dieses Gebäude sanieren. Am Ende stimmte der Ausschuss dem Bauvorhaben mit 7:2 Stimmen zu.