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Kommunalwahl in Flensburg Acht Parteien und Gruppen kämpfen um 43 Sitze im Rat

Von ho | 17.03.2018, 07:30 Uhr

Wahlausschuss lässt alle Vorschläge zu – AfD fehlen ausreichend Kandidaten aus Flensburg

Das Kandidaten-Tableau für die Kommunalwahl am 6. Mai ist komplett. Sechs Parteien und zwei Wählergemeinschaften kämpfen um die 43 Sitze im Rat. Der Gemeindewahlausschuss hat gestern über die eingereichten Wahlvorschläge entschieden. Mit einer kleinen Korrektur im Vorschlag von „Flensburg wählen“ seien alle Vorschläge einstimmig zugelassen, berichtete Stadtsprecher Christian Reimer.

Erwartungsgemäß treten die sechs Parteien CDU, SPD, SSW, Grüne, FDP und Linke an sowie die Wählergemeinschaften „Wir in Flensburg“ (WiF) und „Flensburg Wählen“ um den Flensburger Arzt Karsten Kuhls, die aktuell bereits einen Ratsherrn stellt. Im Listenvorschlag von „Flensburg Wählen“ sei ein Kandidat wegen nicht vorhandener Wählbarkeit ausgeschlossen worden, teilte Reimer weiter mit. Alle Parteien und Wählergruppen treten in allen Flensburger Wahlkreisen an.

Die gerade in den Bundestag eingezogene AfD tritt zur Kommunalwahl in Flensburg indes nicht an. AfD-Kreisvorsitzender Frank Hansen hatte bereits im Januar im Tageblatt erklärt, dass sich nach verschiedenen Übergriffen und Sachbeschädigungen gegen AfD-Vertreter und ihr Eigentum in und um Flensburg bei den vergangenen Wahlen nicht genügend Kandidaten für Flensburg fänden. Da man bei der Kommunalwahl im Gegensatz zu den überregionalen Wahlen aber nur eine Stimme hat, macht eine Teilnahme mit wenigen Kandidaten kaum Sinn. Erreichten zum Beispiel Vertreter in fünf der 22 Wahlkreise acht Prozent, blieben im Gesamtergebnis weniger als zwei Prozent übrig und kein einziger Sitz.

Die Initiative Flensburg Wählen erklärte, sie habe eine historisch große Liste eingereicht. Mit 44 Kandidaten habe noch keine Partei auftrumpfen können. Die Wählergruppe setze sich aus einer bunten Menge Menschen zusammen: deutschstämmige und deutschsprachige sowie russisch- und türkischsprachige.

Mehr Informationen:

Info

> Das Flensburger Tageblatt lädt in Kooperation mit der Stadt Flensburg die 8 Spitzenkandidaten am Mittwoch, 25. April, um 18.30 Uhr zum öffentlichen Kreuzverhör in die Bürgerhalle des Rathauses.

> Das Flensburger Tageblatt lädt in Kooperation mit der Stadt