Hohenhorn : Feuerwehr befreit eingeklemmtes Reh aus Gartentor

Mit einem hydraulischen Gerät weitete die Feuerwehr die Gitterstäbe und hob das Reh vorsichtig durch das Tor.

Mit einem hydraulischen Gerät weitete die Feuerwehr die Gitterstäbe und hob das Reh vorsichtig durch das Tor.

Das Vorderteil passte noch – doch bei seinem Hintern hatte das Tier sich verschätzt.

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25. Juni 2018, 10:38 Uhr

Hohenhorn | Außergewöhnlicher Einsatz für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr Hohenhorn (Kreis Herzogtum Lauenburg): Sie retteten in der Nacht zum Montag ein Reh, das hilflos in einer Gartenpforte eingeklemmt war. Das Tier wollte an der Dorfstraße in einen Garten laufen. Während Kopf und Vorderteil noch zwischen den Gitterstäben des Tores durch passten, blieb das Hinterteil hängen. Ein Anwohner bemerkte das Malheur und forderte die Polizei an, die wiederum die Feuerwehr um Hilfe bat.

„Mir war so ein merkwürdiges metallisches Geräusch im Garten aufgefallen. Deshalb habe ich nachgeschaut, was da los ist“, berichtete Anwohner Martin Kiel. In einem Flügel der Gartenpforte, die rückwärtig zur Straße Richtung Worth führt, entdeckte er das hilflose Tier. Er rief die Polizei. Die Beamten zögerten nicht und forderten gegen 23.45 Uhr die Feuerwehr zur Unterstützung an.

Per hydraulischem Rettungsspreizer, mit dem sonst Unfallopfer aus zerstörten Autos gerettet werden, war das Tier schnell aus der Notlage befreit. „Wir haben zunächst die Gitterstäbe behutsam auseinander gedrückt und dann das Hinterteil des Tieres vorsichtig an- und durchgehoben“, erklärt Einsatzleiter Marco Ziel. Das Tier hatte solange eine Decke über dem Kopf, so bekam es nicht so viel von der Aktion mit und blieb ruhig.

Da das Reh außer leichten Scheuerwunden augenscheinlich keine Verletzungen erlitten hatte, ließen die Retter das Tier an einem Feldrand wieder frei – es lief davon.

Außer ein paar Blessuren und einem nächtlichten Schreck, ist dem Tier nichts passiert.
Timo Jann

Außer ein paar Blessuren und einem nächtlichten Schreck, ist dem Tier nichts passiert.

 

Hinterher brachten die Feuerwehrmänner die für die Rettungsaktion verbogenen Metallstäbe mit dem Spreizer auch wieder in ihre Ursprungsform. Ziel: „So einen Einsatz hatten wir, soweit ich mich erinnern kann, auch noch nicht. Aber wir helfen natürlich Mensch und Tier.“

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