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Schonung der Dorschbestände : Fehmarn: Protest gegen „Bag Limit“ für Hobbyangler

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Fünf Fische pro Tag und Angler. Das schreckt Angeltouristen ab, meint die Initiative „Wassertourismus in Schleswig-Holstein“.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2017 | 15:35 Uhr

Fehmarn | Angler und Kutterkapitäne haben am Sonnabend vor Fehmarn gegen Beschränkungen für Hobbyangler protestiert. Vor allem die Begrenzung der Fangmenge bei Dorschen auf fünf Fische pro Tag und Angler schrecke Angeltouristen ab, sagte Jens Meyer von der Initiative „Wassertourismus in Schleswig-Holstein“. Angelkutter und Geschäfte für Anglerbedarf verzeichneten bereits Umsatzrückgänge von bis zu 70 Prozent. Die EU hatte dieses sogenannte Bag Limit zur Schonung der Dorschbestände zum 1. Januar 2017 eingeführt. Erstmals gelten damit Fangmengenbegrenzungen nicht nur für Berufsfischer sondern auch für Freizeitangler.

Um auf ihr Anliegen aufmerksam zu machen, hatten die Veranstalter ursprünglich eine Demonstration mit mehr als 100 Kuttern und Booten angemeldet. Wegen zu starken Windes sagten sie diese am Samstag allerdings ab. Nur etwa ein Dutzend der größten Kutter brach dann voll besetzt mit Teilnehmern zu einer Protestfahrt auf.

Die Organisatoren der geplanten Demo hatten in einer vorab verbreiteten Pressemitteilung von Behörden, Wissenschaft und Politik gefordert, tragfähige Lösungen für Mensch, Land und Region zu erarbeiten. Neue Verbote und Aussperrungen dürften nicht das Ziel deutscher Politik sein, hieß es.

Sorgen bereitet den Anbietern von Angeltouren auch das vom Bundesumweltministerium geplante totale Angelverbot im Fehmarnbelt zwischen Deutschland und Dänemark. Angeltourismus sei gerade in den kalten Monaten ein wichtiger Wirtschaftszweig im Kreis Ostholstein, sagte Meyer. 

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