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Malente Sportstätten: Der TSV wills wissen

Von Kerstin Ahrens | 13.04.2013, 08:14 Uhr

Verein hat die Gemeindevertreter eingeladen, um mit ihnen über die maroden Sporthallen und einen neuen Kunstrasenplatz zu sprechen

Wie geht es weiter mit den Malenter Sportstätten? Diese Frage will der TSV Malente am Dienstag, 23. April, bei einem Gespräch über die Zukunftsperspektiven in der "Sportstadt Malente" klären. Zu dem Gespräch habe man alle Gemeindevertreter eingeladen, erklärte TSV-Vorsitzender Reinhard Schröder bei der Jahresversammlung des Vereins im Gemeinschaftsraum des Ernst-Rüdiger-Sportzentrums. 40 Mitglieder des 950-köpfigen Vereins hatten den Weg dorthin gefunden.

Da die Sporthallen in der Neversfelder Straße und der Ringstraße sanierungsbedürftig seien, forderte Schröder eine zukunftsfähige Orientierung von der Politik. Er erhofft sich auch eine Antwort auf die Frage, ob die Gemeinde der Anschaffung eines dringend benötigten Kunstrasenplatzes zustimmen wolle. "Wir wollen nicht immer nur fordern, wir wollen aber bewusst wahrgenommen werden", sagte Schröder.

Eine erste Spende für einen Kunstrasenplatz erhielt der TSV aus den letzten Geldreserven des im Oktober vergangenen Jahres aufgelösten "Fördervereins Sportstättenbau im TSV Malente". Die 1000 Euro, die der ehemalige Vorsitzende Manfred Rau nun als Starthilfe für das Projekt vorgesehen hat, sind allerdings nicht mehr als eine symbolische Summe. Denn die Kosten für einen Kunstrasenplatz liegen nach Schätzungen der Gemeinde bei mindestens 350 000 Euro, mit Flutlicht bei bis zu 500 000 Euro.

"Ein Kunstrasenplatz ist kein Luxusbedarf", betonte Manfred Hoffmann, Vorsitzender vom Kreissportverband Ostholstein. Er verwies darauf, dass trotz leerer Kassen der Kommunen die Sportförderung laut Landesverfassung eine Pflichtaufgabe sei.

Zugleich ehrte der Vorsitzende des Kreissportverbands die "Macher" des Fördervereins, Manfred Rau, Hans-Joachim Roth, Jürgen Unger und Klaus Hingst für Engagement um den Sport vor Ort. "Sie haben in 16 Jahren mit Energie und Ausdauer 350 000 Euro für Sportanlagen zusammen gebracht", lobte Hoffmann.

Positive Nachrichten überbrachte Bürgermeister Michael Koch: Die Gemeinde Malente habe Trainingszeiten auf dem Kunstrasenplatz im "Uwe Seeler Fußball Park" eingekauft. Von Mai bis Oktober, jeweils donnerstags von 18 bis 21 Uhr, stehe dem TSV Malente der Außen-Kunstrasenplatz und zwischen November und März die Halle mit Kunstrasen zur Verfügung. Ebenso könnten Jugendmannschaften auf dem Minispielfeld trainieren. Wie der TSV Malente plane auch die Gemeinde noch für dieses Jahr eine Veranstaltung in Sachen "Sportstätten", betonte Koch. Bezogen auf das vom TSV initiierte Treffen in diesem Monat erhoffte er sich eine gute Grundlage für künftige Gespräche, sagte Koch.

Für ihre 25-jährige Mitgliedschaft ehrte Reinhard Schröder Renate und Reinhard Lesch sowie Constantin Pyriki. Klaus Hingst, Trainer und Leiter der Jugendfußballsparte, und seine Trainerkollegen Holger Drews und Jörg Barenscheer ziehen sich aus der Jugendarbeit zurück und wurden für ihr langjähriges Engagement ausgezeichnet. Die Verdienstnadel für zwölf Jahre als aktiver Spieler in der Fußballsparte nahmen Hans-Peter Koch, Uwe Rahlf, Evren Kahveci und Florian Janz entgegen.

Einstimmig wiedergewählt wurden der 2. Vorsitzende Wolf Sperling, Kassenwart Oliver Seifert und Pressewart Rüdiger Zühlke. Das Amt des Vorstandsmitglieds für Verwaltung und Umwelt wurde nach einer längeren Vakanz mit Thorsten Niemann besetzt.