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Ostholsteiner Anzeiger „Sport muss mehr Gewicht bekommen“

Von kf | 03.04.2018, 11:26 Uhr

Ein Plädoyer für eine verstärkte Sportförderung im Land hielt Barbara Ostmeier (MdL), sportpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, auf Einladung der Malenter CDU bei einem Vortrag im Sport- und Bildungszentrum des Landessportverbandes.

In über 2600 Sportvereinen im Land seien mehr als 850 000 Menschen organisiert, davon über 350 000 Kinder und Jugendliche.

Der Sport müsse im Land mehr Gewicht bekommen und das allen Landtagsabgeordneten bewusst werden. Breitensport sei dabei die wichtige Basis, da es nur aus der Breite in die Spitze gehe. „Sport ist innovativ, erleichtert die Integration und fördert die Inklusion“, stellte Ostmeier fest.

Als Erfolg der neuen Landesregierung sah Barbara Ostmeier den Verzicht auf Pferdesteuer, außerdem fördere das Land den Ausbau von Sportstätten mit 15 Millionen Euro, fast die Hälfte davon für „Holstein Kiel“. sollte die Mannschaft in die erste Fußball-Bundesliga aufsteigen. Weiter stünden 2,7 Millionen Euro für Förderung und Sanierung von Schwimmstätten zur Verfügung, die institutionelle Förderung über den Landessportverband (LSV) belaufe sich aktuell auf neun Millionen Euro.

Es gebe allerdings einen Sanierungsstau in Höhe von etwa 80 Millionen, dem mit einem Förderprogramm begegnet werde: Innerhalb der nächsten zehn Jahre solle gemeinsam mit Kommunen
der Investitionsstau beseitigt werden.

Zur Frage aus dem Publikum, warum sich immer weniger Menschen in Vereinen organisieren, nannte Ostmeier den Wunsch vieler junger Leute, lieber frei und ungebunden bleiben zu wollen. „Sie sagen sich, ich will Sport machen, wenn ich Lust dazu habe und nicht auf den nächsten Trainingsabend warten. Das bringt sie in die kommerziellen Sport- und Fitness-Studios, wo sie kommen und gehen können, wann sie wollen. Das können die Vereine mit ihren Übungsleitern, die meist selbst berufstätig sind, nicht oder nur schwer in der gewünschten Form anbieten.“ Barbara Ostmeier versprach den Malentern, was den Sport angehe, künftig auch ein offenes Ohr für die Belange der „Sportstadt Malente“ zu haben.