zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

17. Oktober 2017 | 10:06 Uhr

Horst : Zweiter Stern für die Wehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Brandbekämpfer bestanden Prüfungen der Leistungsbewertung „Roter Hahn - Stufe 2“ mit Bravour.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2014 | 14:00 Uhr

Horst | Die Freiwillige Feuerwehr Horst hat es geschafft. Die Helfer bestanden die Leistungsbewertung „Roter Hahn - Stufe 2“. Vor den Augen der Leistungskommission des Kreisfeuerwehrverbandes wurden alle geforderten Übungen hervorragend abgearbeitet.

Die Prüfung „Roter Hahn 2“ begann im Feuerwehrgerätehaus mit der Inspektion von Bekleidung, Einsatzfahrzeugen und Gerätschaften. Prüfungskommissionsvorsitzender Manfred Riemann von der Feuerwehr Krempermarsch und seine Mitstreiter Siegfried Braatz (FF Altenmmor) sowie Thorsten Beuck (FF Itzehoe Land) konnten sich dabei von der hervorragenden Ausstattung der Wehr überzeugen. „Große Klasse“, sagte Riemann und deutete dabei auf den Zustand der Ausrüstung und des Feuerwehrgerätehauses hin.

Danach referierte Sicherheitsbeauftragter Reinhard Pasewald in einem Kurzvortrag über die Einsatzschutzkleidung der Wehr. An dem aktuellen Beispiel des Gasautounglücks, bei dem mehrere Feuerwehrleute verletzt wurden, verdeutlichte er die Wichtigkeit des ordnungsgemäßen Tragens und Pflege der Kleidung.

Im Anschluss an den Vortrag stand die praktische Prüfung auf dem Programm. Als Übungsobjekt hatte die Kommission das Betriebsgebäude der Firma Gebeke-Verpackungen im Horstheider Gewerbegebiet ausgesucht. Im Lagerabschnitt des Gebäudes ist aus unbekannter Ursache ein Feuer ausgebrochen, die Alarmierung erfolgte über die Brandmeldeanlage und ein Betriebsangehöriger wird vermisst, so die angenommene Lage.

Die Horster Wehr rückte mit 45 Mann und allen Einsatzfahrzeugen aus. Während die Einsatzleitung mit Wehrführer Jens Steenbock bereits fünf Minuten nach der Alarmierung am Brandort war, dauerte es mit den vier weiteren Fahrzeugen länger. Grund: Die Bahnschranken waren geschlossen. „Da kann man nichts machen“, meinte auch Amtswehrführer Wolfgang Krause, der ebenfalls vor Ort war und die Prüfung in Augenschein nahm.

Nach weiteren sechs Minuten kamen dann auch die anderen Löschfahrzeuge und die Feuerwehrleute begannen mit ihrer Arbeit. Jede der fünf Löschgruppen hatte ihre zugeteilte Aufgabe. Menschenrettung unter schwerem Atemschutz im Innenangriff, Aufbau der Wasserversorgung, Brandbekämpfung, Absichern der Einsatzstelle, Aufbau und Betreiben einer Verletztensammelstelle oder der Transport von Personal und der Aufbau und das Betreiben der technischen Einsatzleitung gehörten zum Prüfungsprogramm.

15 Minuten nach der Alarmierung hieß es „Wasser marsch“ und nach 22 Minuten war auch die „verletzte Person“ (großen Puppe) aus dem mit Disconebel verqualmten Betriebsgebäude geborgen. Eine große Wasserwand zum Schutz des Nachbargebäudes wurde installiert und über 500 Meter Schlauchleitungen gelegt. Nach einer guten halben Stunde hatten die Prüfer genug gesehen und beendeten die Übung.

Zum Abschluss mussten dann noch ausgewählte Kameradinnen und Kameraden ihr Wissen um Knoten und Stiche und bei einer Trockenübung die Fertigkeiten beim Aufbauen einer Saugleitung demonstrieren.

„Die Horster Wehr ist eine tolle Truppe und ich habe bei dieser Prüfung keinen Kameraden mit mürrischem Gesicht gesehen. Alle waren mit viel Einsatz dabei und zeigten ihr Können“, sagte Manfred Riemann bei der abschließenden Bewertung.

Damit war auch klar, dass die Freiwillige Feuerwehr Horst die Prüfung zum zweiten Stern des „Roten Hahns“ erfolgreich bestanden hatte. Riemann überreichte Jens Steenbock die Auszeichnung. Die offizielle Urkunde übergab der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Pusch.

Auch Bürgermeister Ernst-Wilhelm Mohrdiek sprach seine Glückwünsche zur bestandenen Prüfung aus. „Wir als Gemeinde haben unser Geld durch den Bau des Gerätehauses und die Anschaffung der Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften für die Feuerwehr gut angelegt. Das ist auch Motivation für die Kameradinnen und Kameraden für ihren ehrenamtlichen Einsatz", so Mohrdiek.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen