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Zwei neue Sportplätze an der Klaus-Groth-Promenade?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Es gibt in Elmshorn eine Arbeitsgemeinschaft zum Thema Öffentlicher Nahverkehr und es wird auch bald eine geben zum Thema städtische Sportplätze. Das hat Andreas Hahn (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung angeregt. Denn: Aus Hahns Sicht gibt es mit jedem dieser Plätze irgendein Problem. „Die Anwohner des Sportplatzes an der Wilhelmstraße haben schon wegen Lärmbelästigung geklagt, die Plätze an der Paul-Dohrmann-Schule und an der Timm-Kröger-Schule werden nicht genutzt und an der Rudolf-Diesel-Straße wollen Gewerbetreibende die Fläche des dortigen Sportplatzes nutzen, um sich zu vergrößern. „Selbst der Nutzer dieses Platzes, die Bismarckschule, ist nicht zufrieden, weil die Schüler dorthin eine Viertelstunde laufen müssen“, erklärt Hahn. Die ideale Lösung wären für ihn zwei neue Kunstrasenplätze – und zwar unter der Ost-West-Brücke, auf dem Gelände der nicht mehr genutzten Bahngleise an der Klaus-Groth-Promenade.

Dieses Gebiet soll ohnehin in Zukunft für Wohnbebauung und stilles Gewerbe erschlossen werden. „Und die neuen Sportplätze könnten wir mit dem Verkauf von zwei der anderen Plätze refinanzieren“, so Hahns Plan. Und um noch vor den nächsten Kommunalwahlen in 2018 „den Fuß in die Tür zu kriegen“, möchte Hahn die Entwicklung des Gebiets an der Klaus-Groth-Promenade auf der Prioritätenliste der Verwaltung ganz weit nach oben schieben.

Denn: Bislang ist das Projekt auf der noch nicht abschließend beschlossenen Liste mit gelb markiert. Das bedeutet, das die Maßnahme voraussichtlich 2017 nicht mehr angegangen wird. Silke Faber vom Amt für Stadtentwicklung machte Hahn allerdings wenig Hoffnungen für sein Projekt: Gerade die technischen Ämter seien 2017 vor allem durch das Sanierungsgebiet Krückau-Vormstegen extrem belastet, Kapazitäten für ein weiteres Projekt nicht verfügbar. Auch Ulrich Lenk (SPD) plädierte dafür, die Maßnahme nach hinten zu verschieben. Er sehe derzeit keine hohe Priorität bei dem Thema.

Am Ende fasste der Ausschuss den Beschluss, zeitnah eine Arbeitsgruppe zu gründen, die sich detailliert mit den städtischen Sportplätzen befasst und Vorschläge erarbeitet, welche Plätze aufgegeben werden sollten und welche nicht. Mit den Stimmen von CDU und Grünen entschied der Ausschuss außerdem, die Klaus-Groth-Promenade noch für dieses Jahr auf die Prioritäten-Liste zu nehmen. Auch, wenn das Thema aufgrund mangelnden Verwaltungspersonals ins Jahr 2018 rutschen sollte, hätte man doch zumindest den besagten Fuß in der Tür.

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erstellt am 29.Apr.2017 | 16:00 Uhr

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