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Elmshorner Nachrichten

22. Oktober 2017 | 21:30 Uhr

Zuschuss für Sozialwohnungen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Landesförderung Bis zu 250 Euro pro Quadratmeter / Innenminister Stefan Studt (SPD) besucht Wohnquartiere in Elmshorn

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2017 | 16:56 Uhr

Bezahlbare Mieten: Innenminister Stefan Studt (SPD) bezeichnete die Stadt Elmshorn gestern als landesweites Vorbild. „Hier wurden durch mutige Entscheidungen die Weichen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum gestellt“, betonte der Minister – auch mit Hilfe der Fördermittel, die das Land zur Verfügung gestellt habe.

Studt besuchte das Elmshorner Wohnungsbauunternehmen Semmelhaack, das nicht nur in der Krückaustadt mit zahlreichen Bauvorhaben das Stadtbild nachhaltig verändert hat, sondern im Kreis Pinneberg auch in Rellingen, Halstenbek, Wedel und Tornesch aktiv ist. Dem Wohnungsbauunternehmen wurden seit 2011 insgesamt 25 Millionen Euro im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung bewilligt. 1700 Wohneinheiten sind dadurch neu entstanden, davon zirka 560 geförderte.

Wie Fördermittel des Landes verwendet werden, sah sich der Kieler Innenminister vor Ort bei zwei Leuchtturmprojekten an – dem Generationenquartier im Henry-Dunant-Ring und dem City-Quartier mit dem ehemaligen Kibek-Hochhaus im Herzen der Stadt. „Das sind moderne Wohnanlagen. Hier entstehen keine Ghettos“, betonte der Minister, auch mit Rückblick auf die Vergangenheit, in der nicht immer auf eine gute Durchmischung in Wohnquartieren geachtet worden sei. Bei beiden ehrgeizigen Elmshorner Projekten gehe es darum, Menschen mit und ohne Unterstützungsbedarf, Familien, Alleinerziehende und Senioren zu „bezahlbaren Mieten eine neues Zuhause zu bieten“.

Nicht nur für Theodor Semmelhaack, sondern für alle Bauherren hatte der Minister eine gute Nachricht im Gepäck. Für die Jahre 2017/2018 wird das Land zusätzlich zu den günstigen Krediten, die Schaffung von Sozialwohnungen auch über direkte Zuschüsse fördern. Laut Studt mit 250 Euro pro Quadratmeter. Im Fördertopf befinden sich 34 Millionen Euro. Damit reagiert das Land auf die aktuelle Finanzsituation. Investoren können sich auf dem freien Finanzmarkt extrem günstig Geld beschaffen, ohne die Bürokratie, die mit günstigen Krediten des Landes verbunden sind. „Das ist für uns eine Hilfe“, betonte Semmelhaack, der eine Mischung aus Krediten und Zuschüssen positiv bewertet. „Unser Unternehmen hat langjährige Erfahrung im Bereich des öffentlich geförderten Wohnungsbaus“, betonte der Unternehmer. Das Unternehmen Semmelhaack setzt seit Jahren gezielt auf die Bestandserhaltung der Mietshäuser.

Das neue Generationenquartier am Henry-Dunant-Ring besteht aus 17 Reihenhäusern und neun Mehrfamilienhäusern mit insgesamt 207 Wohneinheiten. Fünf Mehrfamilienhäuser mit 151 Wohneinheiten entstehen zurzeit im City-Quartier. Es soll im Oktober 2017 fertig sein. In beiden Quartieren sind zusammen 106 geförderte Sozialwohnungen entstanden. Für sie gilt eine jahrelange Mietpreisbindung.

Der Innenminister geht davon aus, dass der Druck, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, weiter bestehen wird. „Die aktuelle Prognose geht davon aus, dass die Bevölkerung in Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2020 um 75  000 Menschen steigen wird.“

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