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Städtepartnerschaft Elmshorn-Wittenberge : Zum Dank Ferien für die Feuerwehr

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wittenberge und der Tourismusverband Prignitz bedanken sich bei den Elmshorner Hochwasserhelfern mit Urlaubsgutscheinen.

shz.de von
erstellt am 27.Jan.2014 | 09:19 Uhr

Die Städtepartnerschaft Elmshorn-Wittenberge ist eine ganz besondere Beziehung. Das zeigt sich vor allem dann, wenn es darum geht, schnell und unbürokratisch zu helfen. Wie zum Beispiel während des Elbhochwassers im Juni 2013. Die Flut hatte Wittenberge in Brandenburg schlimm erwischt. Die Elmshorner Feuerwehr reagierte sofort, schickte 70 Helfer und viele Spezialfahrzeuge. Im Gepäck waren auch 45 000 Sandsäcke zur Sicherung der aufgeweichten Elbdeiche. Der Wittenberger Bürgermeister Dr. Oliver Hermann hat sich jetzt bei den freiwilligen Helfern mit originellen Präsenten für ihren Einsatz bedankt: Er überreichte acht Gutscheine für Ferien in der Region Prignitz.

„Noch einmal einen herzlichen Dank an die Feuerwehr Elmshorn, auch im Namen der Wittenberger Bürger“, sagte Oliver Hermann. Er ist auch Vorsitzender des Tourismusverbandes Prignitz. Gastronomen und Hoteliers des Verbandes haben die Gutscheine für die Elmshorner Helfer zur Verfügung gestellt. „Wir sind froh, dass die touristische Infrastruktur intakt geblieben ist und der Elbwanderweg schnell wieder befahrbar war. Die Region schaut nun optimistisch auf die neue Saison und freut sich auf den Besuch der Elmshorner Helfer und deren Familien“, so Oliver Hermann.

Die Elmshorner werden in beliebten Hotels und in Ferienanlagen der Region Prignitz untergebracht. Dazu zählen das bekannte Hotel „Alte Ölmühle“ in Wittenberge, das Hotel „Ambiente“ im Kurort Bad Wilsnack und das Schloss in Grube. Die Region um die Elmshorner Partnerstadt gilt als Paradies für Radler und Naturfreunde. „Wir haben unter den Kameraden, die in Wittenberge dabei waren, nach Interessenten gefragt und verteilen die Gutscheine jetzt an die Helfer. Es sind genügend da. Wer wohin fährt, steht noch nicht fest“, sagt der Feuerwehr-Chef Stefan Mohr.

Während des Hochwassers im Sommer 2013 waren er und eine Männer zur Sicherung der Elbdeiche eingesetzt worden. Dank des Zusammenwirkens professioneller und freiwilliger Helfer sei Wittenberge von größeren Überflutungen und Schäden verschont geblieben, so der Wittenberger Bürgermeister.

Die Elmshorner Feuerwehr war mit 70 Helfern und 25 Fahrzeugen sieben Tage lang im Hochwassergebiet. Stefan Mohr: „Die Mannschaft hat immer gewechselt. Es gab einen regelrechten Pendelverkehr zwischen Elmshorn und Wittenberge“.

Mit Gerätewagen, Transportern, Mannschaftswagen und Ladegeräten waren die Elmshorner vor Ort. „Die Hilfe war schnell organisiert. Nachdem sich die beiden Feuerwehren verständigt hatten, wurden die Voraussetzungen auf Verwaltungsebene rasch getroffen. Notfalls hätten wir alles nach Brandenburg geschafft was nötig gewesen wäre“, sagt der Elmshorner Bürgermeister Volker Hatje.

„Wir haben sehr viel Zuspruch aus der Bevölkerung erhalten. Viele haben sich spontan bedankt“, so Stefan Mohr. Die Elmshorner, so der Wittenberger Bürgermeister Oliver Hermann, seien trotz des harten Einsatzes immer guter Laune gewesen, „ein tolles Vorbild“.

In der Elmshorner Partnerstadt Wittenberge wirken die Folgen des Hochwassers jetzt noch nach. So müssen zum Beispiel einige Straßen ausgebessert werden. Insgesamt fünf Millionen Euro hat Wittenberge aus dem Fonds für die betroffenen Kommunen beantragt. Oliver Hermann: „Ob alles genehmigt wird, ist nicht sicher“.

Klar ist jetzt schon, dass Wittenberge und Elmshorn nicht nur zusammenstehen wenn es brenzlig ist: Im kommenden Jahr besteht die Städtepartnerschaft 25 Jahre. Das Jubiläum soll groß gefeiert werden.

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