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Elmshorner Nachrichten

18. Oktober 2017 | 17:18 Uhr

Elmshorn : Zum Abschied ein Trommelwirbel

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Mit einer „Reise nach Afrika“ wurde Rektorin Elisabeth Paulsen von den Schülern der Grundschule Kaltenweide in den Ruhestand verabschiedet.

shz.de von
erstellt am 30.Jan.2014 | 12:00 Uhr

„Nimm deine Turnschuhe mit in die Schule“, wurde Elisabeth Paulsen, Rektorin der Grundschule Kaltenweide, gestern von ihren Kolleginnen gebeten. Dass dies etwas mit ihrer bevorstehenden Verabschiedung in den Ruhestand zu tun haben dürfte, war ihr zwar relativ klar, doch dass sie mit all ihren Schülern, Kolleginnen und Elternvertretern eine mehrstündige „Reise“ nach Afrika machen würde, überraschte sie völlig. Heimlich hatten die Schüler mithilfe eines „Trommelzauber“-Teams geprobt. Sie entführten die Schulleiterin in ein imaginäres Flugzeug, mit dem alle mit weit ausgebreiteten Armen bis nach Afrika flogen. Im Urwald-Kral wurde dann ein tolles Fest gefeiert. Der Boden der Turnhalle bebte vom Rhythmus stampfender Füße, Djembé-Trommeln begleiteten fröhlich geschmetterte afrikanische Lieder mit Texten über die Mücke Susula oder das dicke Krokodil. Viel Gelächter gab es, als sich das tanzende Lehrerkollegium zu Dschungelmelodien ums „Lagerfeuer“ formierte. Viel zu schnell mussten die Sicherheitsgurte wieder angeschnallt und der Rückflug nach Elmshorn angetreten werden. Ein Spaß, der Schüler und Schulleiterin gleichermaßen glücklich strahlen ließ.

Die fröhliche Reise nach Afrika war als Dankeschön vom Schulverein organisiert. Das Lebewohl ihrer 367 Schüler und 24 Kolleginnen war sicher ein emotionaler Höhepunkt für Elisabeth Paulsen, dem am Freitag die offizielle Verabschiedung durch Schulrat Michael Doppke und Bürgermeister Volker Hatje sowie vieler Weggefährten folgen wird.

Seit 1972 ist Elisabeth Paulsen als Lehrkraft an der Grundschule Kaltenweide, davon zehn als Rektorin. Glücklich war sie, wenn es ihren Schülern gut ging. Anstrengende Zeiten wie die Umstellung zur verlässlichen Grundschule oder die Sanierungsarbeiten im Gebäude absolvierte sie mit Verve. „Ich hatte immer tolle Leute an meiner Seite“, meint sie. Überzeugt davon, dass das Glück einem stets Türen öffnet, man aber auch durchgehen müsse, absolvierte sie 42 Dienstjahre.

Nun möchte sie mit ihrem Mann viel reisen. Südamerika ist ihr nächstes Reiseziel. „Und das zu Zeiten, wo keine Ferien sind“, freut sie sich auf die Zukunft. Sie könne guten Gewissens gehen, denn sie verlasse eine gut aufgestellte Schule auf die sie sehr stolz ist. „Es ist besser, den Abschied zu nehmen, wenn viele Menschen noch sagen: ’Schade!’“ zitiert sie Politikerin Hildegard Hamm-Brücher.

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