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Verkehrsbehinderung : Zu viel Grün: Wann wird gemäht?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Schlechte Sicht durch Bewuchs am Straßenrand ist die wahrscheinliche Ursache für den Unfall vergangene Woche auf der Papenhöhe.

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2014 | 10:15 Uhr

Elmshorn | Für die Polizei war die Sache bereits kurz nach dem Unfall ziemlich klar: Die schlechte Sicht auf und neben der Landesstraße 100 im Bereich der Einmündung Kaltenhof habe wahrscheinlich zur unglücklichen Verkettung des Unfalls geführt, bei dem am Mittwoch vergangener Woche ein aus Richtung Horst kommendes Auto eine zehnjährige Fahrradfahrerin erfasst hatte.

Die Ermittlungen, so Polizeisprecherin Sandra Mohr, seien jedoch noch nicht nicht abgeschlossen. Sie bewertete gestern gegenüber unserer Zeitung erneut die Sichtverhältnisse für beide Unfallbeteiligten als schlecht. Büsche und anderes Gewächs am Straßenrand erschwere die Sicht.

Am Fahrbahnrand ist ein schmaler Streifen Rasen gemäht. Zu besseren Sichtverhältnissen führt dies jedoch nicht. Bäume und Büsche versperren nicht nur die Sicht für Fußgänger und Radfahrer beim Überqueren der Straße, sondern auch für Autofahrer, die Richtung Elmshorn unterwegs sind. Wie im Falle des Unfalls bleibt ihnen kaum Zeit, um zu reagieren, wenn vor ihnen jemand die Straße überquert. Die Zehnjährige war mit dem Rad auf dem rechtsseitigen Radweg der Straße Papenhöhe (L100) in Richtung Elmshorn unterwegs. In Höhe der Einmündung Kaltenhof wollte sie dann vor dem Bahnübergang über die Landesstraße. Dabei übersah sie offenbar den von links kommenden Wagen. Der 38-jährige Porschefahrer hatte nach Angaben der Polizei kaum noch Gelegenheit zu bremsen oder auszuweichen. Der Wagen erfasste die Radfahrerin frontal. Das Mädchen und ihr Rad wurden in die Luft geschleudert. Sie erlitt schwerste, lebensgefährliche Verletzungen. Zum Glück trug sie einen Helm. Bereits am Tag nach dem Unfall war das Mädchen außer Lebensgefahr.

Laut Polizeisprecherin Mohr deutet bislang nichts darauf hin, dass der Mann mit seinem Porsche die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten hatte. Zuständig für diesen Streckenabschnitt ist der Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr in Itzehoe. Dieser war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Bleibt zu hoffen, dass dort bald für klare Sicht gesorgt wird.

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