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Elmshorner Nachrichten

18. August 2017 | 13:02 Uhr

Zoff um Weg: Kritik an Spar-Politik

vom

Bullendorfer Weg: Altenmoor verärgert über Elmshorn

Elmshorn/Altenmoor | Diese Nachricht sorgt in Elmshorns Nachbargemeinde Altenmoor für Verärgerung: Die Stadt wird den Bullendorfer Weg nicht sanieren. Das hat der Ausschuss für kommunale Dienstleister in seiner jüngsten Sitzung beschlossen.

Bereits 2009 hatte sich das klamme Elmshorn gegen eine Sanierung des Verbindungsweges entschlossen. Nun aber war Altenmoors Bürgermeisters Wolfgang Borchert-Koschany noch einmal auf seine Elmshorner Amtskollegin Brigitte Fronzek zugegangen und hatte die dringliche Bitte geäußert. Die Verwaltung setzte das Thema daraufhin noch einmal auf die Tagesordnung. Denn Altenmoor hatte die Spurbahn damals auch mit Hilfe von Zuschüssen aus dem Konjunkturpaket II auf dem Gemeindegebiet ausbauen und asphaltieren lassen.

Die Beratung im Elmshorner Ausschuss fiel äußerst kurz aus. Zu hoch erschienen den Politikern aller Fraktionen die Kosten von 210 000 Euro. "Für Elmshorner Zwecke ist der jetzige Zustand völlig ausreichend", betonte Sven Herrmann von den Grünen. Und auch Edgar Konetzny (CDU) sagte: "Auf unserer Prioritätenliste ist diese Straße sehr weit unten angesiedelt." Einstimmig entschieden sich die Ausschussmitglieder gegen den Ausbau des Bullendorfer Weges.

Wolfang Borchert-Koschany ist mehr als enttäuscht über die erneute Absage. "Der desolate Zustand der Straße ist für Altenmoor nicht hinnehmbar", sagte der Bürgermeister gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Er könne zwar nachvollziehen, dass Elmshorn wegen der finanziellen Notlage die 210 000-Euro-Investition scheue, doch die Politik hätte zumindest ein wenig auf die Bedürfnisse der Altenmoorer eingehen können. "Ich wäre schon zufrieden, wenn der Weg einmal grundsätzlich instand gesetzt werden würde und dann regelmäßig vom Elmshorner Bauhof kontrolliert wird. So ist die Sicherheit nicht gewährleistet", sagte Borchert-Koschany. Immer wieder werde er von Bürgern angesprochen, die mit dem Rad gestürzt oder deren Autos Schäden am Fahrwerk genommen hätten. "Die Zusammenarbeit mit der Elmshorner Verwaltung ist top. Leider bremst die Politik immer wieder unsere Anliegen aus", kritisierte der Bürgermeister. Er hofft, dass die Politik zumindest bereit ist, das Geld für die Herstellung der Verkehrs sicherheit auf dem Verbindungsweg zur Verfügung zu stellen.

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erstellt am 16.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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