zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

18. Dezember 2017 | 02:35 Uhr

Sparrieshoop : Zoff um Kinderbetreuung

vom

Sparrieshoop erweitert Elementargruppen. WG kritisiert Entscheidung von CDU und SPD als "in keinster Weise kinderfreundlich".

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2013 | 08:34 Uhr

Sparrieshoop | Die Stimmung zu Beginn der Sitzung der Sparrieshooper Gemeindevertretung war ausgezeichnet. Der Fraktionsvorsitzende der SPD, Stephan Kamp, spendierte zur letzten Sitzung vor der Wahl für alle Anwesenden Rotwein. So eingestimmt wurden die ersten Tagesordnungspunkte zügig abgearbeitet. Beim Punkt Kindergarten krachte es aber.

Wurde die Schaffung einer weiteren Elementargruppe noch einstimmig verabschiedet, wurde die übergangsweise Erhöhung der Gruppengrößen kontrovers diskutiert. Stephan Kamp (SPD) und Joachim Naumann (CDU) plädierten beide für die kurzfristige Vergrößerung der Elementargruppen auf 22 Kinder. "Bis die neue Gruppe läuft, sollten wir 22 Kinder in den Elementargruppen ermöglichen", so Kamp. Naumann ergänzte: "Unser Ziel ist es, allen Kindern aus dem Ort eine adäquate Betreuung zu bieten." Nachdem die neue Elementargruppe eingerichtet ist, sollen die Jungen und Mädchen dann in diese Gruppe wechseln. Sabine Mülder (WG) vertrat eine komplett andere Meinung. Da sie sich für befangen erklärt hatte, durfte sie an Beratung und Abstimmung nicht teilnehmen, machte ihrem Unmut über den Beschluss aber anschließend Luft. Sie erklärte, dass diese Vorgehensweise zwar familienfreundlich und gemeindefreundlich sei, aber "in keinster Weise kinderfreundlich". Sie sagte: "Die Kinder haben gerade in ihrer Gruppe Fuß gefasst, dann müssen sie schon wieder wechseln. Das hat mit Kinderfreundlichkeit nichts zu tun!"

Das wiederum brachte Naumann auf die Palme. "Ich verwahre mich dagegen, als nicht kinderfreundlich bezeichnet zu werden", so der Christdemokrat. Naumann erklärte, dass die Eltern für das Familieneinkommen verantwortlich sind, ohne eine Kinderbetreuung es für Elternteile nicht möglich ist, zu arbeiten. Das wäre dann nicht familienfreundlich, so Naumann. Letztendlich war mehrheitlicher Konsens, dass die gefundene Lösung zwar gut, aber nicht perfekt ist.

Außerdem beschlossen die Gemeindevertreter, ein Interessenbekundungsverfahren in die Wege zu leiten, um alle Sparrieshooper künftig mit einer schnellen Internetanbindung ausstatten zu können. So soll eine Standortbestimmung für das weitere Vorgehen ermöglicht werden. Der Straßenname "Alter Sportplatz" für das Bebauungsgebiet Nr. 13 östlich der vorhandenen Bebauung Birkenweg, nördlich der Bebauung Kirchenstraße und westlich der Bebauung an der Rosenstraße wurde ebenso einstimmig beschlossen, wie die Hausnummernvergabe. Norbert Hoppe wurde zum ersten, Harald Lill zur stellvertretenden Schiedsperson gewählt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen