Zentrum der Videokonferenzen

Der Test klappt: SPD-Politiker Beate Raudies (von links), Siegrid Tenor-Alschausky, Ernst Dieter Rossmann und Telekommitarbeiter Gaby Wichmann und Stefan ter Haseborg, Hauptabteilungsleiter Zentraler Service, unterhalten sich per Videokonferenz. Foto: Mulert
Der Test klappt: SPD-Politiker Beate Raudies (von links), Siegrid Tenor-Alschausky, Ernst Dieter Rossmann und Telekommitarbeiter Gaby Wichmann und Stefan ter Haseborg, Hauptabteilungsleiter Zentraler Service, unterhalten sich per Videokonferenz. Foto: Mulert

Neuer Service wird von Elmshorn aus betreut /SPD-Politiker informierten sich bei der Telekom

shz.de von
24. August 2011, 08:13 Uhr

Elmshorn | In einem kurzen Film wirbt Oliver Bierhoff, Teammanager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, für die sogenannte "Tele Presence" der Deutschen Telekom. Die Aufnahmen stammen aus dem WM-Quartier der Nationalmannschaft in Südafrika 2010. Von dort aus konnten in einem kleinen Raum Konferenzen abgehalten werden, per Video. Bierhoff schwärmt von der Qualität der Bilder. Der Gesprächspartner habe das Gefühl gehabt, ihm direkt gegenüber zu sitzen, auch wenn er Tausende von Kilometern entfernt gewesen sei.

In Deutschland gibt es zurzeit 25 solcher "Tele Presence"-Anlagen. Ein Kunde der Telekom, der die vermeintliche Zukunft der Videokonferenz nutzt, ist der Deutsche Fußball Bund. Das Besondere: Deren und die anderen 24 Anlagen werden von Mitarbeitern in Elmshorn betreut, von der Deutsche Telekom Technischer Service GmbH (DTTS).

Über diese neue Technik und die anderen Arbeitsbereiche des Elmshorner Standortes informierten sich vor Ort der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann gemeinsam mit der SPD-Landtagsabgeordneten Siegrid Tenor-Alschausky und der Elmshorner SPD-Fraktionsvorsitzenden Beate Raudies. Ihnen ging es darum, den "Traditionsbetrieb neu kennenzulernen", sagte Rossmann. Denn das ehemalige Fernmeldezentralzeugamt hat einen starken Wandel durchlaufen.

Seit etwa 50 Jahren ist auf dem Gelände Betrieb. Bevor sich die DTTS in diesem Jahrtausend zu einem IT-Spezialisten entwickelte und als Service-Betrieb bis heute für Privat- und Geschäftskunden bundesweit agiert, war es als Fernmeldezeugamt in der Instandsetzung tätig. Um den neuen Ansprüchen eines Service-Betriebs gerecht zu werden, wurden die meisten Mitarbeiter umgeschult. "Keiner ist bei uns entlassen worden", versichert Gaby Wichmann, Assistentin des Leiters Zentraler Service. Der Personalumbau sei sozialverträglich gewesen.

580 Mitarbeiter in vier Bereichen beschäftigt die DTTS in Elmshorn, 20 von ihnen sind Auszubildende. In diesem Jahr wurden 16 Nachwuchskräfte übernommen.

Ein großer Bereich, in dem ein Teil der Elmshorner Belegschaft eingesetzt wird, ist die Warenwirtschaft. Dort kommen defekte Geräte von Kunden zurück, von hier werden Ersatzgeräte rausgeschickt.

Die Kundenberatung kümmert sich vor Ort telefonisch um Probleme von Kunden mit Produkten der Telekom: Wer mit T-Home Entertain, einem neuartigen Unterhaltunspaket, nicht klar kommt, findet Hilfe in Elmshorn.

Dass die DTTS den Alltag von Kunden mit ihren Ideen erleichtern will, wird klar, wenn man sich die Ziele beim sogenannten Home Management vor Augen führt. Bald sollen Hausbewohner in der Lage sein, ihre Heizung oder Rollläden aus der Ferne zu steuern. Was vor ein paar Jahren noch Inhalt von Science-Fiction-Filmen war, soll in nicht allzu ferner Zukunft also Alltag für Jedermann werden.

Rossmann sieht in dem Standort ein "besonderes Potenzial", unter anderem für die Jugend in der Region. Er hofft, Schulen mit der DTTS in Kontakt bringen zu können.

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