Benefizkonzert : „Wollen das Schiff für Elmshorn erhalten“

Gastgeber des Abends: Frank Lexau (li.) und Jan Schönstedt.
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Gastgeber des Abends: Frank Lexau (links) und Jan Schönstedt.

Veranstaltung der Elmshorner Nachrichten und des Fördervereins spielt mehr als 8500 Euro ein

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15. März 2014, 12:00 Uhr

Pop, Rock, Klassik, Gospel und Shanty – eine derartige Vielfalt ist nahezu einmalig für einen einzigen Konzertabend. Doch der gute Zweck hat diesen ungewöhnlichen Mix möglich gemacht. Und die Mischung begeisterte das Publikum: Gut 400 Zuhörer kamen gestern Abend zum Benefizkonzert der Elmshorner Nachrichten und des „Förderverein MS Klostersande“ in die Nikolaikirche. Sie alle unterstützten mit ihrer Anwesenheit das Ziel, den ehemaligen Haferfrachter der Köllnflockenwerke für Elmshorn zu erhalten. Denn sämtliche Einnahmen des Abends fließen in die Kasse des Fördervereins. Bis gestern fehlten noch 38 540 Euro für den Kauf der „Klostersande“. Heute sind es nur noch rund 30 000 Euro, denn das Konzert spielte mehr als 8500 Euro ein. Allein das Autohaus Elmshorn spendete 4000 Euro.

Alle Sänger und Musiker hatten sich unentgeltlich in den Dienst der guten Sache gestellt. Die Kirchengemeinde St. Nikolai öffnete für das Benefizkonzert ihre Türen und Jan-Mirko Hamke ließ über seine Firma Hamke Event-Technik aus Klein Nordende die Bühne kostenlos aufbauen. „Wir können uns nur bei allen Beteiligten und unseren Lesern bedanken, dass sie die Idee so toll unterstützt haben“, sagte EN-Redaktionsleiter Jan Schönstedt, auf dessen Initiative hin das Konzert gemeinsam mit dem Förderverein auf die Beine gestellt worden ist.

Fünf Chöre und ein Duo traten gestern auf: das „ensemble elmshorn“ und der Kinderchor der Liedertafel unter der Leitung von Susanne Drdack, der Popchor „Tuxedo Junction“ unter der Leitung von Marion Elm, der Shanty-Chor „De Molenkieker“ aus Glückstadt und der Gospelchor des Christus Centrums Arche unter der Leitung von Hans-Peter Mumssen. Dazu kamen Hartmut Deutsch (Gesang) und Nikolai-Kantor Kristian Schneider (Klavier).

Im Interview während des Konzerts schilderte der Fördervereins-Chef Frank Lexau, wie es nach dem Kauf des Schiffes weitergehen soll. Für den notwendigen Umbau für eine spätere Nutzung gebe es diverse Fördergelder vom Land und von der EU. „Wir müssen aber zuerst den Kauf realisieren, bevor wir uns mit konkreten Nutzungsmöglichkeiten befassen. Ideen gibt es genug“, so Lexau. Er sei zuversichtlich, den noch fehlenden Betrag im Laufe des Jahres zusammenzubekommen. „Andere Vereine, wie zum Beispiel in Stade, haben über sechs Jahre gebraucht, um ihr Projekt zu realisieren“, erläuterte der Vorsitzende. Die „Klostersande“ sei in einem technisch einwandfreien Zustand. „Man sieht ihr die über zwölfjährige Liegezeit unter anderem im Hamburger Hafen an, aber das ist mit ein wenig Farbe schnell behoben.“ Ziel sei es, das Schiff „für immer für die Stadt und die Bürger der Region im Elmshorner Hafen zu erhalten und es zu einem Mittelpunkt des gesellschaftlichen und kulturellen Geschehens in Elmshorn zu gestalten“. Er selbst sei mit der „Klostersande“, der Kornähre und Korngabe aufgewachsen. „Mein Opa hatte in der Nähe des Hafens eine Malerei. Es hat mich von klein auf an fasziniert, wenn die ‚Klostersande‘ in den Hafen einlief, gelöscht wurde und ich als kleiner Steppke zuschauen durfte. Zudem ist es für meine Generation ein Teil von Elmshorn für das wir uns doch alle ein wenig engagieren sollten“, sagte Lexau.

Info: Förderverein "Klostersande"

Nicht nur im Zuge des Benefizkonzertes kann für den Erhalt der „Klostersande“ gespendet werden. Wer den Förderverein unterstützen möchte, kann seine Spende auf folgenden Konten einzahlen:

Sparkasse Elmshorn, BLZ: 22150000, Konto: 111057246, IBAN: DE7222150000057246, BIC: NOLADE21ELH

Volksbank Elmshorn, BLZ: 22190030, Konto: 3436500, IBAN: DE66221900300003436500, BIC: GENODEF1ELM

Website der Klostersande

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