Immobilien : Wohnungsmarkt: Elmshorn erhebt Daten

Elsmhorn möchte sein Wohnungsmarktkonzept aktualisieren.

Elsmhorn möchte sein Wohnungsmarktkonzept aktualisieren.

Die Verwaltung hat beschlossen, 40.000 Euro für die Aktualisierung des Wohnungsmarktkonzeptes von 2005 auszugeben.

shz.de von
06. Februar 2018, 13:00 Uhr

Elmshorn | Im Jahr 2012 gab es in Elmshorn 24.858 Wohnungen – 14.768 in Mehrfamilienhäusern und 10.090 in Ein- und Zweifamilienhäusern. So weist es das „Monitoring Wohnen“ aus. Doch mit den alten Zahlen will die Stadt Elmshorn nicht operieren, wenn es um das wichtige Thema Wohnungsmarkt geht. Der Stadtentwicklungsausschuss hat jetzt beschlossen, das Wohnungsmarktkonzept aus dem Jahr 2005 zu aktualisieren. 40.000 Euro wird die Stadt dafür investieren. „Wir können aber vielleicht mit einem Zuschuss in Höhe von 80 Prozent vom Kreis Pinneberg rechnen“, betonte der Ausschussvorsitzende Andreas Hahn (CDU).

Die Untersuchung soll den Verantwortlichen nicht nur eine Bestandsanalyse liefern, sondern auch Prognosen und konkrete Handlungsempfehlungen. „Das Datenmaterial soll Grundlage für das Erstellen künftiger Bebauungspläne sein“, betont Hahn. Das Ziel: den Wohnstandort Elmshorn attraktiver zu machen.  Mehr Einfamilien- und Doppelhäuser: Dass dieses Segment innerhalb der Stadt gestärkt werden muss, wird schon länger intensiv diskutiert. Elmshorn möchte auch Einwohner mit höheren Einkommen in die Stadt locken. Aber auch bezahlbarer Wohnraum ist Mangelware in der größten Stadt im Kreis Pinneberg, vor allem für Familien. 

Dass Elmshorn als Wohnstandort immer noch Menschen anlockt, zeigt die Einwohnerentwicklung. Die steigt weiter an und steuert in Richtung 52.000. Wohnungsbau wird es vor allem im Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen geben. Durch das Semmelhaack-Projekt im Quartier an der Reichenstraße sind 2017 bereist 151 Mietwohnungen entstanden. Bis zu 800 sind im Zuge des Stadtumbaus möglich. Im Zuge der Stadt-Umland-Kooperation hat Elmshorn eine Fläche von 38,3 Hektar angemeldet, auf denen bis zum Jahr 2030 neue Wohngebiete ausgewiesen werden können.

Der demografische Wandel wird sich auch auf die Wohnungssituation in der Stadt auswirken. Das Institut Gewos ging 2005 bei der Erstellung des Wohnungsmarktkonzeptes davon aus, dass im Jahr 2030 jeder fünfte Elmshorner Bürger älter als 64 Jahre alt ist. Die Folge: Die Wohnungen werden kleiner und die Zahl der Haushalte wird steigen.

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