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Turm der Elmshorner Thomaskirche marode : Wo soll das Geld herkommen?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Gemeinde sperrt Bereich ab. Zur Sanierung fehlen jedoch die finanziellen Mittel. Pastor Krause ratlos.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 00:33 Uhr

Torsten Krause ist ratlos. Der Pastor der Emmausgemeinde weiß nicht, wie das Geld für die Sanierung des Kirchturms der Thomaskirche aufgebracht werden soll. Dass dieser dringend einer Überholung bedarf, steht außer Frage. „Wir mussten den Bereich unter dem Turm jetzt sogar absperren. Seit einigen Tagen lösen sich größere Betonteile aus der Fassade. Eines davon ist knapp neben einem Mitarbeiter gelandet – wir mussten handeln“, berichtet Krause.

Hilfe vom Kirchenkreis Rantzau-Münsterdorf gibt es nicht. „Wir haben einen Antrag auf Aufnahme in den Investitionsfonds gestellt“, sagt der Pastor. Dieser sei nun aber abgelehnt worden. Grund: Die Elmshorner Kirchengemeinde kann den erforderlichen Eigenkapitalanteil nicht aufbringen. 50 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 75 000 Euro müsste die Emmausgemeinde zahlen. „Wir haben das Geld nicht“, sagt Krause. Gerade erst sei das Pastorat für 90 000 Euro saniert und das Dach der Stiftskirche erneuert worden. „Unsere Kasse ist leer.“

In der Kirchengemeinde weiß man noch keine Lösung, wie das Geld aufgebracht werden soll. „Das ist alles noch ziemlich frisch. Wir müssen uns jetzt zusammensetzen und einen Weg finden, wie es weitergehen soll“, sagt Krause. Bis auf Weiteres bleibe der Bereich rund um den Turm mit rot-weißem Flatterband abgesperrt.

Der Pastor selbst wird sich nicht mehr lange mit dem Problem beschäftigen müssen. Torsten Krause verlässt Mitte September die Emmausgemeinde und wechselt nach Hamburg-Finkenwerder.

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