Wo ist das Problem?

shz.de von
24. Januar 2018, 10:37 Uhr

Unabhängig von möglichen rechtlichen Vorbehalten, wo ist das Problem bei einer Videoüberwachung am Gymnasium? Es ging um zwei Kameras, die lediglich nachts und am Wochenende in Betrieb sein sollten. Zu Zeiten, an denen Schüler, Lehrer und Eltern ohnehin nicht auf dem Schulgelände sind. Aber Jugendliche, die sich dort herumtreiben. Noch belassen sie es beim Biertrinken, zerdeppern manchmal ein paar Flaschen, was auch schon nicht in Ordnung ist. Sollte aber randaliert werden, wären die Chaoten per Videoaufzeichnung leichter zu ermitteln. Prima! Was bitte, spricht dagegen? Nichts! Mit der Realisierung orwellscher Fantasien seines Buchs „1984“ hat das nicht das Geringste zu tun. Offensichtlich ist aber bei manchen Menschen das Misstrauen gegenüber staatlichen Stellen größer als der Wunsch, Straftäter schnell dingfest zu machen. Verkehrte Welt.

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