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Bewerbung : Wird Elmshorn noch im Sommer Fairtrade-Stadt?

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Der Hauptausschuss stimmt der Bewerbung zu. Die Entscheidung könnte schon im Juli fallen. Die Initiatoren zeigen sich zuversichtlich.

shz.de von
erstellt am 24.Apr.2014 | 12:15 Uhr

Elmshorn | Für Silke Pahl steht fest: „Wenn ein T-Shirt fünf Euro kostet, dann muss irgendjemand zu kurz gekommen sein.“ Um die Problematik mehr in das Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken, unterstützt die Fraktionschefin der Grünen die Stadt Elmshorn dabei, eine sogenannte Fairtrade-Town zu werden. Seit kurzem nimmt dieses Vorhaben klare Formen an. Der Hauptausschuss hat einstimmig den Beschluss gefasst: Elmshorn bewirbt sich für den Titel Fairtrade-Town.

Laut Albert Röhl (Weltladen Top 21) sind die Voraussetzungen dafür ideal, da bestimmte Bedingungen bereits erfüllt seien. Unter anderem werde während Sitzungen im Rathaus bereits Fairtrade-Kaffee ausgeschenkt und einige Schulen, Kirchen und Gastronomen engagieren sich ebenfalls für dieses Thema.

2013 brachte Regine Wilms (Grüne) das Thema „Fairtrade-Town Elmshorn“ in die Diskussion und fand schon bald mehr Anklang als sie es erwartet hatte: „Ich rannte offene Türen ein.“ Die SPD Elmshorn und der Weltladen ließen sich ebenfalls von der Idee begeistern. Laut Wilms würde der Titel der Krückaustadt einen großen Imagegewinn verschaffen.

Die letzten Hürden, die es für den Titel der Fairtrade-Stadt jetzt noch zu überwinden gilt, sind die Bestätigung des Beschlusses durch das Kollegium und schlussendlich die eigentliche Bewerbung bei der Kampagne Fairtrade-Town.

Damit die Bewerbung angenommen wird, müssen jedoch bestimmte Kriterien erfüllt sein. Beispielsweise muss eine Steuerungsgruppe gegründet werden, die die Aktivitäten koordiniert und die verschiedenen Institutionen vernetzt. Wenn alles gut läuft, könnte Elmshorn schon am 17. Juli den Titel Fairtrade-Stadt tragen. „Das kann man wuppen“, sagt Albert Röhl.

Seit 2009 bewerben sich in Deutschland immer mehr Städte um den Titel „Fairtrade-Town“. Dieser wird nur an Städte verliehen, die sich für die Förderung Fair-Trade zertifizierter Waren im Rahmen des fairen Handels einsetzten. Über 600 Fair-Trade-Towns gibt es mittlerweile weltweit, zehn davon seien Gemeinden in Schleswig-Holstein, so Wilms.

Durch die Kampagne soll der Faire Handel in der Stadt sichtbar werden. Träger der Kampagne für Deutschland ist der Verein TransFair, der wiederum von Institutionen aus den Bereichen Entwicklungspolitik, Kirche, Verbraucherschutz, Frauen, Bildung und Soziales getragen wird.

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