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Diskussion in Elmshorn : Wird der Busverkehr revolutioniert?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die CDU legt einen überarbeiteten Fahrplan vor. Die SPD lädt zu einem Bürgergespräch ein. Auch die Verwaltung bietet einen Info-Abend an.

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2016 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Schon seit geraumer Zeit ist der Stadtbusverkehr in Elmshorn in aller Munde, nicht zuletzt, weil sich eine Fahrgast-Initiative gebildet hat, die sich für Verbesserungen des Angebotes einsetzt. Jetzt ist der Stadtbusverkehr auch wieder ein heißes Thema bei den Parteien. So hat die CDU-Fraktion auf einer mitgliederoffenen Sitzung einen kompletten Fahrplan ausgearbeitet, der einige Verbesserungen beinhalten soll. Und die SPD lädt für kommen Donnerstag zu einem Bürgergespräch zu dem Thema ein.

Laut CDU-Fraktion habe man bei dem Konzept vor allem ein Augenmerk auf die Pendler legen wollen, die täglich per Zug meist in Richtung Hamburg zur Arbeit fahren. So soll nach dem Willen der Christdemokraten ab 19 Uhr die Abfahrt der Busse auf die Ankunftszeiten der Züge abgestimmt werden. Auch sollen die Busse warten, wenn ein Zug verspätet eintrifft.

Weitere Korrekturen schlagen die CDU-Mitglieder bei Buslinien vor, die nahe beieinanderliegende Straßen parallel bedienen. Auch Schleifen sollen vermieden werden. So würden Fahrgäste, die ab Hainholz zum Bahnhof möchten, zunächst in die falsche Richtung fahren.

Die CDU-Vorschläge zu den einzelnen Linien:

  • Linie 6500: Keine Veränderungen. Von der Verwaltung soll aber geprüft werden, ob eine Verlegung der Haltestelle vor dem CCE näher in Richtung Einkaufszentrum Hayunga möglich ist. Bewohner des Mehrgenerationenviertels am Henry-Dunant-Ring hätten diesen Wunsch geäußert.
  • Linie 6501: Im nördlichen Abschnitt entfällt der Ast Carl-Zeiss-Straße – Zeppelinplatz. Für Ersatz soll die Linie 6503 sorgen. Um die Schleife nach Hainholz zu vermeiden, soll die Linie im südlichen Abschnitt neu geführt werden und fährt vom Bahnhof direkt über die Hamburger Straße Richtung Adenauerdamm. Weiter geht es zum Rehtfelder Ring und durch Hainholz bis zum Hainholzer Ohr, zur Neuerschließung über den Adenauerdamm mit zwei neuen Haltestellen bis zum Kreisel Adenauerdamm/Ramskamp und weiter auf der alten Strecke Richtung Kibek. Bei dieser Variante würden die Haltestellen Ansgarstraße (Mitte), Hebbelplatz und Morthorststraße nicht mehr bedient. Ersatz soll die Linie 6502 bieten.
  • Linie 6502: Die Linie soll den Abschnitt Morthorststraße bis Bahnhof von der Linie 6501 übernehmen. Weil die Linie erst in der Morthorststraße beginnt, sei eine Überfüllung laut CDU-Fraktion in Richtung Bahnhof ausgeschlossen. Ansonsten fährt die Linie unverändert.
  • Linie 6503: Fährt weitgehend unverändert und soll nur nicht mehr über Ellerndamm und Am Friedhof, sondern durch den nördlichen Koppeldamm und die Danziger Straße geführt werden.
  • Linie 6504: Keine Veränderungen auf der Linie.

Auch die SPD-Fraktion beschäftigt sich mit dem Thema. Sie organisiert für Donnerstag, 23. Juni, ein Stadtgespräch mit dem Titel „Busverkehr in Elmshorn“. Auf dem Podium sitzen neben dem Fraktionsvorsitzenden Ulrich Lenk auch Claudius Mozer, Nahverkehrsbeauftragter des Kreises Pinneberg, Andreas Riedl von der Gewerkschaft ver.di und Sören Vollertsen von der Fahrgast-Initiative Elmshorn. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Kollegiumssaal des Rathauses.

Zur Vorbereitung des Stadtgesprächs organisieren die Sozialdemokraten auch einen Infostand. Am heutigen Sonnabend sind Bürger zwischen 10 bis 12 Uhr eingeladen, mit Vertretern der SPD-Fraktion ins Gespräch zu kommen und Anregungen für den Busverkehr zu geben. Der Stand wird hinter dem Modegeschäft Ramelow am Übergang zum Buttermarkt aufgebaut.

Und nicht nur die Parteien haben sich das Thema wieder ganz oben auf die Agenda geschrieben. Auch die Stadtverwaltung lädt für Donnerstag, 30. Juni, zu einer Informationsveranstaltung mit dem Titel „Weiterentwicklung des Elmshorner Stadtbus – ÖPNV“ ein. Beginn der Veranstaltung im Kollegiumssaal des Rathauses, Schulstraße 15-17, ist um 19 Uhr. Laut Thomas Becken, Wirtschaftsförderer der Stadt Elmshorn, hat der Stadtbus im Laufe der vergangenen zehn Jahre durch zahlreiche Entwicklungsmaßnahmen deutlich an Attraktivität gewonnen.

Dies werde von der Bevölkerung durch eine Verdopplung der Nutzungszahlen in diesem Zeitraum eindrucksvoll honoriert. „Doch die Stadt und die Bedürfnisse der Menschen entwickeln sich weiter. Es ist daher an der Zeit, im Rahmen einer Standortbestimmung zu überprüfen, ob der Elmshorner Stadtbus-ÖPNV in seiner heutigen Gestalt den Bedürfnissen der Menschen weiterhin entspricht, oder ob er diesen noch besser gerecht werden kann“, so Becken. Um dies herauszufinden, sollen an diesem Abend Elmshorner Bürger mit Vertretern aus Politik und Verwaltung über Weiterentwicklungsmöglichkeiten diskutieren. „Wir wollen den Bürgern die Gelegenheit geben, sich mit ihren Ideen und Anregungen in den Diskussionsprozess einzubringen.“

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