Elmshorn : Wir sind fünf Generationen

In trautem Familienkreis  (von links): Ur-Oma Margret Hinze (geb. Richter, Pinneberg), Oma Simone Kreitz (geb. Hinze aus Elmshorn), Sohn Felix Kreitz, Töchterchen Hanni Elise Engelhardt (drei Wochen alt), Lebensgefährtin Geraldine Engelhardt, Oma Jenny Engelhardt (geb. Bartsch), Ur-Oma Doris Woiczikowski (geb. Teska) und Ur-Ur-Oma Hanni Teska (geb. Wegener, 90; alle Horst).
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In trautem Familienkreis (von links): Ur-Oma Margret Hinze (geb. Richter, Pinneberg), Oma Simone Kreitz (geb. Hinze aus Elmshorn), Sohn Felix Kreitz, Töchterchen Hanni Elise Engelhardt (drei Wochen alt), Lebensgefährtin Geraldine Engelhardt, Oma Jenny Engelhardt (geb. Bartsch), Ur-Oma Doris Woiczikowski (geb. Teska) und Ur-Ur-Oma Hanni Teska (geb. Wegener, 90; alle Horst).

Das jüngste Mitglied ist drei Wochen alt, die Ur-Ur-Oma Hanni 90 Jahre. „Da kommt man manchmal durcheinander“ heißt es in der Familie.

shz.de von
23. Mai 2015, 16:00 Uhr

Dass Industriemechaniker Felix Kreitz (22) und seine Lebensgefährtin Geraldine Engelhardt (26) aus Horst vor drei Wochen Nachwuchs bekamen, freut die Angehörigen natürlich immer, doch diesmal ist es etwas ganz Besonderes. Denn jetzt besteht die Familie aus fünf Generationen – von der Ur-Ur-Enkelin bis hin zu zwei Ur-Ur-Omas. Ihr Mädchen, Hanni Elise, erst drei Wochen alt, ist Stolz und Wonne aller Familienmitglieder. Es ist eine bunte Mischung an Verwandtschaft, die in Horst, Elmshorn und Pinneberg wohnt. „Da kommt man manchmal durcheinander, obwohl es eigentlich einfach ist“, sagt Mutter Geraldine Engelhardt. Beide Ur-Ur-Omas leben noch im eigenen Zuhause. „Das geht, weil ihre Verwandten nicht weit weg wohnen“, sagt Felix Kreitz. Deshalb kommt die Familie öfter zusammen, zuletzt an Himmelfahrt. Ur-Ur-Oma Hanni Teska (90) und ihre Tochter – Ur-Oma Doris Woiczikowski – wohnen in Horst ganz in der Nähe von Geraldines Mutter Jenny Engelhardt, und so besuchen sie die Ur-Ur-Oma regelmäßig und helfen ihr im Alltag. Dann gehören Kaffeetrinken und Klönschnack zum Programm. Die alte Dame kommt ursprünglich aus dem Land Brandenburg bei Berlin. Geraldines Oma, Doris Woiczikowski, ist 1990 durch ihre Heirat erst nach Itzehoe gekommen, dann nach Horst gezogen.

Die Seniorin Hanni Teska nimmt noch aktiv am Leben teil, interessiert sich für Sport, mag Boxen, Formel I und sieht sich Fußball-WM gerne an. „Dann schafft sie es nicht, den Fernseher auszumachen und zu schlafen“, so ihre Tochter Doris. Außerdem liest sie gern Liebesromane, und macht in ihrer Wohnung noch alles selber. Oft fahren Tochter, Mutter und Oma zum Einkaufen oder Kaffeetrinken. „Sie guckt gerne in Prospekte, und wir verbinden das Einkaufen oft mit einem Besuch beim Italiener oder Thailänder“, so Jenny Engelhardt. Die andere Ur-Ur-Oma, Emmi Anneliese Peter (88), wohnt in Pinneberg, war aber beim jüngsten Familientreffen nicht anwesend. Auch sie ist Sport-Fan – ihr Lieblingsverein ist der HSV, „obwohl sie da im Moment nicht so viel zu lachen hat“, wie Ur-Enkel Felix schmunzelnd bemerkt. Geistig ist sie noch voll auf der Höhe. „Sie löst gerne Kreuzworträtsel und guckt Nachrichten im Fernsehen“, sagt Tochter Margret Hinze. „Außerdem liest sie täglich die Zeitung und interessiert sich für ihren Garten.“ Mit Tochter Margret geht sie gerne in Pinneberg einkaufen.

Ihr Ur-Ur-Enkel Felix, der frisch gebackene Vater, mag vor allem Rockmusik, und war im vergangenen Jahr mit seiner Lebensgefährtin Geraldine beim Wacken Open Air. Er will auch dieses Jahr wieder hin: „Es ist gigantisch.“

Seine Großmutter Margret Hinze ist ebenso Fan rockiger Klänge. „Ich bin ein Kind der 60er-Jahre“, sagt sie, die früher zu Bill Haley-Konzerten gegangen ist. Sie war in der Musikhalle Hamburg und im „Star Club“ und bei den „Beatles“. „Wer in Schleswig-Holstein lebt, muss Wacken kennen und mögen“, meint sie.

Ihre Tochter, die Mutter von Felix, Simone Kreitz (48), arbeitet in der Diakonie in Barmstedt. „Was ich nicht habe, ist Langeweile“, sagt die Mutter von vier Kindern (22 und 20 Jahre), darunter einmal Drillinge. „Und der Hund ist das fünfte.“ Kurios: Sie und ihre Familie standen vor 22 Jahren zur Geburt von Sohn Felix schon einmal in der Zeitung, weil es da bereits in ihrer Familie fünf Generationen gab. Als ihr Sohn Felix und Schwiegertochter Geraldine erzählten, dass sie Eltern würden, waren alle erst sehr erstaunt, aber auch sehr erfreut.
„Ich finde es ganz toll, wie liebevoll mein Sohn und meine Schwiegertochter miteinander umgehen. Sie werden tolle Eltern sein“, meint Simone Kreitz.

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