Wir müssen nur kurz die Welt retten

Über 400 Teilnehmer bei Freitagsdemo

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16. März 2019, 15:00 Uhr

Wenn man einige Erwachsene und die 25 Minis der Barmstedter Kita „Rasselbande“ von der Menschenmenge abzieht, fehlten gestern in den Schulen Elmshorns und des Umlandes zirka 400 Schüler von der Grundschule bis zum Gymnasium beim Unterricht. Sie hatten sich für den zivilen Ungehorsam entschieden und an der Fridays-for-Future-Demo teilgenommen.

Kurz nach halb neun füllte sich der Alte Markt langsam mit immer mehr Demonstranten. Noch auf die letzte Minute wurden Losungen auf Pappen geschrieben, Transparente entrollt. Große Megafon standen auf einer Bank, Handys liefen heiß für Fotos und Videos. Malte Knoppler, Jan Ole Lindner und Aldan Rohlfs, die Initiatoren der Elmshorner und Pinneberger Gruppe Fridays-for-Future, hatten am Informationsstand noch eine Menge zu tun. Sie wiesen Schüler ein, gaben Interviews und informierten über die Fridays-for-Future-Bewegung. „Wir sind von dem Zuspruch total beeindruckt“, sagte Aldahn Rohlfs. Mit so zahlreichen Teilnehmern hatte das Orgateam nicht gerechnet.

Kurz nach neun Uhr startete der Zug dann vom Alten Markt aus durch die Stadt. Vielhundertstimmig schallte es durch die Königstraße: „Kohlekonzerne, ballern in der Ferne, zerstören unsere Umwelt, nur für einen Batzen Geld. Worin wir unsere Zukunft sehn: erneuerbare Energien“.

Einer der Erwachsenen im Klima-Protestzug war Michael Kahnert. „Es ist großartig, was hier passiert. Ein bewundernswertes Engagement, dass wir unbedingt unterstützen müssen“, sagte der Kreisverbandsvorsitzende der DGB-Region Schleswig-Holstein Südost.

Nach der Demonstration durch die Stadt ging es für viele Jugendliche dann weiter nach Hamburg, wo sie sich 14 Uhr in die dortige Freitagsdemo einreihten.

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