Das Kranhaus : Wiedereröffnung erst im Juni

Das Gebäudeensemble an der Elmshorner Schloßstraße: Links sind die Knechtschen Hallen zu sehen. Das flache Gebäude mit Giebel in der Mitte ist das Kranhaus. Unter der blauen Plane werden derzeit Brandmauer und Dach saniert.

Das Gebäudeensemble an der Elmshorner Schloßstraße: Links sind die Knechtschen Hallen zu sehen. Das flache Gebäude mit Giebel in der Mitte ist das Kranhaus. Unter der blauen Plane werden derzeit Brandmauer und Dach saniert.

Veranstaltungen können nicht wie geplant im April starten. Statiker muss Reparaturen absegnen.

shz.de von
30. März 2017, 16:00 Uhr

Elmshorn | Jens Jähne, Vorsitzender des Freundeskreises Knechtsche Hallen – Keimzelle Kranhaus, hat zurzeit keinen leichten Job. Immer wieder muss er seine Vereinsmitglieder vertrösten. Eigentlich sollten im April wieder Veranstaltungen im zurzeit geschlossenen Kranhaus an der Schloßstraße stattfinden. Doch daraus wird nichts. Die Bauarbeiten gehen voran, doch für die Freigabe der Kulturstätte muss erst noch ein Statiker gefunden werden, der das Ergebnis genau prüft. Das wird voraussichtlich erst im Juni sein. 

Ursache der Misere ist, wie berichtet, der schlechte bauliche Zustand einer Brandschutzmauer und eines Dachteilstücks im Übergang von Knechtschen Hallen zum Kranhaus. Experten hatten festgestellt, dass Dach und Mauer einstürzen könnten, wenn die Traglast zu groß wird. Die Stadt sperrte das Kranhaus im Dezember 2016 wegen Einsturzgefahr auf unbestimmte Zeit. Ein herber Schlag für Jens Jähne und seinen Freundeskreis. Die Saison 2017 sollte im April mit dem Repair-Café beginnen. Die Veranstaltung muss abgesagt werden. Jens Jähne: „Wir können momentan nicht planen, die Baumaßnahmen am Kranhaus müssen erst abgenommen werden“.

Und das kann dauern. Zwar schreiten die Arbeiten voran, doch ohne das Okay eines unabhängigen Statikers, kann das Gebäude nicht freigegeben werden. Zurzeit sind Freundeskreis und Frank Sachau, Kibek-Chef und Eigentümer der Knechtschen Hallen, auf der Suche nach einem Experten. Sachau muss den Statiker bezahlen, denn der  zu sanierende Gebäudeteil liegt auf seinem Grundstück. Jens Jähne ist optimistisch: „Die bisherigen Gespräche mit Herrn Sachau verliefen sehr konstruktiv“.

Bis das Kranhaus wieder nutzbar ist, muss sich der Freundeskreis stark einschränken. Jens Jähne geht aber davon aus, dass das Urban Gardening auf dem Gelände des Kranhauses bald starten kann. Der Kreativ–Werkstatt (Kunstgruppe), so der Vorsitzende, sei ein Ausweichquartier angeboten worden. Genutzt werden soll auch eine Fläche, die direkt im Gebäude der Knechtschen Hallen liegt. Jähne: „Dort ist es aber nass und kalt, wir müssen sehen, wie wir den Raum überhaupt einsetzen können“.

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