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Meteorstraße in Elmshorn : Wieder Ärger im Hochhaus

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Mieter schlagen Alarm und beklagen viele Missstände: Weil das Heizöl ausgegangen ist, bleiben Heizungen und Wasser kalt.

Immer wieder steht das Hochhaus in der Elmshorner Meteorstraße 1 in den Schlagzeilen. Auch nach dem Wechsel des Verwalters im vergangenen Sommer kommen die Mieter nicht zur Ruhe. Erneut haben sie ich an unsere Zeitung gewandt, um auf die Missstände in dem zwölfgeschossigen Gebäude aufmerksam zu machen. Die Liste der Vorwürfe ist lang. An der Spitze der Mängel steht der Ausfall der Heizung. Zum zweiten Mal in diesem Winter mussten die Bewohner am vergangenen Wochenende in ihren Wohnungen frieren. Die Heizungen blieben kalt – das Wasser auch. Das Heizöl war leer.

Zum Teil sind die Wohnungen auf 13 Grad abgekühlt. So wie bei Antonia Kröhnert. Sie und ihr Sohn haben die vergangenen Tage nur in Jacken in der Wohnung verbracht. „Mein Sohn war gerade wieder gesund. Jetzt hat er sich wieder erkältet“, sagt die Mieterin verärgert. Sie und ihre Nachbarn Marvin Zink, Sarah Minke, Hannelore Schulz und Claus-Peter Jäger sind es allmählich leid. Zwar wurde gestern Mittag wieder Heizöl nachgefüllt. Doch die Bewohner fürchten schon den nächsten Ausfall. Und nicht nur das. Sie werfen der Hausverwaltung vor, auch in vielen anderen Dingen zu versagen.

Die Hausflure seien eine Zumutung. Sie seien ständig verdreckt. Viele Fenster seien völlig undicht und müssten dringend erneuert werden. Doch trotz regelmäßiger Beschwerden bei der Hausverwaltung passiere nichts. Ein Hauptkritikpunkt ist auch der Aufzug. „Ein Blick hinein sollte eigentlich reichen, um das Ding stillzulegen oder endlich zu sanieren“, sagt Claus-Peter Jäger. Er lebt bereits seit 36 Jahren in dem Hochhaus. In den vergangenen Jahren seien die Missstände immer größer geworden. „Hier wird nichts mehr investiert. Das Haus steht zum Verkauf“, berichtet er. Als das Gebäude noch dem berüchtigten Vermieter Thormählen gehört habe, hätte es derartige Probleme nicht gegeben. Erst nach einem weiteren Besitzerwechsel 2007 seien die Mängel stetig gewachsen.

Besitzer des Objekts ist Tareran Properties aus Luxemburg. Mit der Verwaltung ist seit Juli 2013 die Capera Immobilien Service GmbH beauftragt. Dort bestätigt man den Ausfall der Heizung. Es habe technische Probleme beim Lieferanten gegeben, teilte eine Sprecherin auf Anfrage gestern mit. Seit einem Brand im Keller im Oktober des vergangenen Jahres (wir berichteten) könnte nur ein Nottank genutzt werden. Dadurch sei die Kapazität deutlich eingeschränkt. Zwar sei der Keller renoviert worden. Doch noch gebe es von der Versicherung keine Freigabe.

Das gilt auch für die Kellerräume der Bewohner. Diese müssen seit Oktober ohne den zusätzlichen Stauraum auskommen. „Es wurden zwar schöne neue Verschläge eingebaut. Die sind allerdings mit Vorhängeschlössern versehen – und einen Schlüssel haben wir nicht“, sagt Marvin Zink. Für ihn hat das Ärgernis bald ein Ende. Er zieht aus. Im Hochhaus an der Konrad-Struve-Straße, das derzeit saniert wird (wir berichteten), hat er eine neue Wohnung gefunden. Die anderen Mieter hoffen, dass die Verwaltung möglichst schnell tätig wird und die Missstände beseitigt.

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erstellt am 04.Feb.2014 | 06:00 Uhr

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