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Elmshorner Stadtbild : Wie viel Spielraum bleibt noch?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Initiative „Stadtbildgestalt, Nachhaltigkeit und Baukultur Elmshorn“ organisiert Infoabende zur Neugestaltung des Sanierungsgebietes Krückau/Vormstegen.

Die Bürger in die wichtigste Entscheidung für Elmshorns Zukunft miteinbeziehen – das ist das Ziel von Wilfried Kneffel. Der Vorsitzende der von ihm vor zwei Jahren gegründeten Initiative „Stadtbildgestalt, Nachhaltigkeit und Baukultur Elmshorn“ (SNB) fordert mehr Mitspracherecht für die Elmshorner bei der Neugestaltung des Sanierungsgebietes Krückau/Vormstegen. Und damit die Bürger das auch können, organisiert Kneffel eine Veranstaltungsreihe im Industriemuseum (30. Oktober, 1. und 4. November).

Unter dem Titel „Drei Abende im Herbst“ soll offen über die Zukunft Elmshorns diskutiert werden. Doch die Veranstaltungen gehen weit über die Diskussion hinaus. Damit die Bürger fundierte Sachkenntnisse über die Pläne für den Bereich Krückau/Vormstegen erhalten, sind zu jedem Abend Experten eingeladen, die vor den offenen Diskussionsrunden die Bürger informieren. „Wir wollen ein Mitspracherecht für die wahren Experten der Stadt – das sind die Bürger“, betont Kneffel.

Ein Schwerpunkt der Abende soll die Diskussion über den Standort für den geplanten Rathausneubau sein. Dabei und beim Rahmenplan Krückau/Vormstegen gehe es um richtungsweisende Projekte, die für die Entwicklung der Innenstadt sowohl als Lebens- und Wirtschaftsstandort als auch für die gestalterische Qualität der „Neuen Mitte“ von sehr großer Bedeutung seien. „Nehmen wir das Projekt am Holstenplatz/Bahnhof hinzu, dann haben wir die größte, jemals in Elmshorn geplante städtebauliche Reparatur vor der Brust“, sagt Kneffel. Deshalb sei es wichtig, die Bürger so früh wie möglich miteinzubeziehen. „Nicht, dass am Ende der Rahmenplan felsenfest steht und keine Änderungen mehr möglich sind“, so der SNB-Vorsitzende.

Kneffel hofft auf eine möglichst große Beteiligung an den Abenden. „Wir haben die Chance, einen zentralen Bereich unserer Innenstadt wettbewerbsfähig zu machen und sie in ihrem Erscheinungsbild neu zu formulieren“, appelliert er an die Elmshorner.

Bei „Drei Abende im Herbst“ sollen unter anderem folgende Fragen erläutert werden: Wie sehen die nächsten Schritte aus? Was halten wir eigentlich mit dem Rahmenplan in der Hand? Wie viel Spielraum lässt er zu? Was dürfen und was müssen wir noch tun, damit er das wird, was wir uns von ihm versprechen? Welche Strategie, welches Konzept empfiehlt sich? Und natürlich auch: Wo soll das neue Rathaus stehen? Die Info-Abende finden am Mittwoch, 30. Oktober, Freitag, 1. November, und Montag, 4. November, jeweils ab 19 Uhr im Industriemuseum an der Catharinenstraße statt.

Und das sind die Experten:

30. Oktober, Diskussion mit Experten vom Fach: Prof. Dr. Michael Koch (Stadtplaner HCU/ETH, war Preisgerichtsvorsitzender des städtebaulichen Realisierungswettbewerbs Krückau/Vormstegen), Prof. Dr. Gert Kähler (Journalist und Buchautor sowie einer der führenden Architekturkritiker in Deutschland), Sabine Kling (Innenministerium Schleswig-Holstein, zuständig für die Bereiche Städtebauförderung, Besonderes Baurecht und Baukultur).

1. November, Diskussion mit Experten aus Wirtschaft und Kultur: Volker Lützen (Ex-Stadtrat von Elmshorn, begleitete ISEK-Prozesse in Elmshorn, gehört zu den Mit-Initiatoren des Freundeskreises Knechtsche Hallen), Peter Jorzick (Geschäftsführender Gesellschafter von Hamburg Team Gesellschaft für Projektentwicklung mbH. Projektentwickler unter anderem in Hamburg-Ottensen für den Umbau historischer Fabrikanlagen), Frank Sachau (Zusage steht noch aus. Geschäftsführer der Teppich Kibek GmbH und Eigentümer bzw. Miteigentümer der Immobilien Kibek-Hochhaus und Knechtsche Hallen, die direkt von der Planung betroffen sind).

4. November, Diskussion mit Elmshorner Politikern: Ulrich Lenk (SPD), Mathias Wittorf (CDU), Dr. Silke Pahl (Grüne), Jens Petersen (FDP).

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erstellt am 19.Okt.2013 | 16:00 Uhr

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