zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

15. Dezember 2017 | 15:24 Uhr

Hainholz : Wie gehts weiter?

vom

Ausschuss für Stadtentwicklung tagt im "HdB". Abschluss-Dokumentation "Soziale Stadt" vorgestellt.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 08:37 Uhr

Elmshorn | Hainholz gehörte einst zu den schlimmsten Ecken, die die Krückaustadt Elmshorn zu bieten hatte. Doch wer heute durch den Elmshorner Stadtteil geht, wird von den ehemaligen Missständen nicht mehr viel sehen. Dies liegt vor allem an dem 2012 ausgelaufenen Programm "Soziale Stadt", das den Stadtteil auf Vordermann gebracht hat. Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt tagte nun vor Ort, um sich einen Eindruck vom aktuellen Stand in Hainholz zu machen.

Rückblick: 2001 wurde das Förderprogramm "Soziale Stadt" ins Leben gerufen, um die Lebensumstände in Hainholz zu verbessern. Der Stadtteil hatte sich seit Mitte der 80er-Jahre zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt, viele Immobilien waren verkommen. Mehr als 40 Millionen Euro flossen in den elf Jahren in den Stadtteil.

"Hainholz hat sich von Grund auf gewandelt", beschreibt der ehemalige Stadtteilmanager Wulf Dau-Schmidt die Lage. Er stellte dem Ausschuss seine Abschluss-Dokumentation "Soziale Stadt. Elmshorn Hainholz 2001 - 2012" vor. Darin betont Dau-Schmidt die vielen positiven Veränderungen. "Die baulichen Maßnahmen sind die sichtbarsten Veränderungen und zweifelsohne ist Hainholz durch das Programm Soziale Stadt attraktiver geworden", so Dau-Schmidt. Doch es gebe auch noch einiges zu tun: Die soziale Durchmischung sei noch nicht befriedigend, der Anteil der Arbeitslosen sei nach wie vor hoch, das lokale Arbeitsplatzangebot noch zu klein. "Auch wirkt der lange Zeit extrem schlechte Ruf des Stadtteils bis heute nach", betont der ehemalige Stadtteilmanager.

Einen Appell richtet Dau-Schmidt auch an die Wohnungsbaugesellschaft "TAG Immobilien AG", denen ein großer Teil der Wohnungsbestände in Hainholz gehört. Bei der Kapitalgesellschaft stünden in erster Linie nicht die Mieter im Mittelpunkt, sondern die Anleger. Um die Wohnungsbaugesellschaft in die Pflicht zu nehmen, treffen sich alle halbe Jahr Vertreter der "TAG", Stadtverwaltung und Stadtteilverein, um über die aktuelle Lage zu sprechen. Einmal im Jahr steht die "TAG" wie nun zudem dem Ausschuss Rede und Antwort - dabei ging es etwa um gegenseitige Erwartungshaltungen für die Zukunft. Als aktuelles Thema wurde die Müllproblematik besprochen. "Konstruktiv, offen und völlig unbelastet" beschreibt Dominique Mann, Sprecherin der "TAG", das Verhältnis zu den Stadt-Verantwortlichen. "In Hainholz gibt es derzeit keine gravierenden Probleme", resümiert Stadtrat Volker Hatje über das Gespräch im Ausschuss.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen