Neues Rathaus : Wie geht es weiter in Elmshorn?

Auf der Schauenburgerstraße und dem Gelände des ehemaligen Eisenwarenhandels Kremer soll das neue Rathaus entstehen.
Auf der Schauenburgerstraße und dem Gelände des ehemaligen Eisenwarenhandels Kremer soll das neue Rathaus entstehen.

Bis 19. März: Politik und Verwaltung erarbeiten Zeitplan sowie Ideen zur Beteiligung der Öffentlichkeit.

shz.de von
30. Januar 2015, 12:00 Uhr

Elmshorn | Bei der Planung für das neue Elmshorner Rathaus kommt es zu Verzögerungen. Der Grund: Personalnot im zuständigen Amt für Gebäudemanagement. Dort sind wegen des Betrugsskandals seit November unter anderem zwei Architekten-Stellen noch nicht wieder besetzt. „Wir wären gern einen Schritt weiter, aber wir haben schlichtweg kein Personal“, erklärte Elmshorns Stadtrat Dirk Moritz am Mittwoch während der ersten Sitzung des Sonderausschusses Rathaus in diesem Jahr.

Gern hätte die Verwaltung den Politikern „zumindest einen Entwurf“ eines  Zeit- und Maßnahmenplans für die weiteren Arbeitsschritte vorgelegt. Dies soll jetzt aber erst in der Sitzung am 19. März geschehen. „Wir werden versuchen, den Rückstand wieder aufzuholen“, sagte Moritz. Deshalb werde auch ein externes Planungsbüro zur Unterstützung mit ins Boot geholt. „Es muss ja weiter gehen“, so Moritz mit verhaltenem Optimismus. Es gelte, diverse Vorbereitungen zu treffen. Dabei seien die Vorplanung und das Konzeptmanagement die aktuellen Kernpunkte. So soll geklärt werden, was wann in welcher Zeit zu erledigen ist.

Wie ist die aktuelle Lage? Der Standort für das neue Rathaus ist Ende des Jahres festgelegt worden. Am südlichen Rand des Buttermarktes soll das künftige Verwaltungsgebäude der Stadt entstehen. Der Bau ist auf dem Gelände des ehemaligen Eisenwarenhandels Kremer vorgesehen. Die Front des Hauses soll sich in etwa im Verlauf der jetzigen Schauenburgerstraße vom Vormstegen bis in Höhe der Markthalle ziehen. Der Buttermarkt wird also mit dem Neubau  auch zu einem Elmshorner Rathausmarkt.

Bis allerdings der Bürgermeister Gäste in einem Zimmer mit Blick auf Buttermarkt, Hafen und Nikolaikirche empfangen kann, werden noch einige Jahre vergehen. Damit ist – wenn es zu keinen weiteren Verzögerungen kommen sollte – frühestens Ende 2019 oder Anfang 2020 zu rechnen. Diese Annahme ergibt sich, wenn der grobe Zeitplan der Verwaltung aus dem Jahre 2012 zugrunde gelegt und die zuvor notwendige Verlegung der Schauenburgerstraße bis 2017/18 berücksichtigt werden. Wie berichtet, sind unter anderem ein Architektenwettbewerb für das Rathaus und eine Freiraumplanung für den Bereich Hafen/Buttermarkt vorgesehen.

Stadtrat Moritz und auch der Büroleitende Beamte Carsten Passig versicherten den Mitgliedern des Sonderausschusses, dass bereits trotz der personellen Engpässe im Amt für Gebäudemanagement „mit Hochdruck an der Erstellung bzw. Aktualisierung eines Zeit- und Maßnahmenplans für die weiteren Arbeitsschritte“ beim geplanten Neubau des Rathauses gearbeitet und er bis zum 19. März möglichst komplett erstellt werde.

Zugleich baten die Verwaltungsvertreter alle Fraktionen, Ideen und Anforderungen für eine Beteiligung der Öffentlichkeit beim Rathausneubau zu entwickeln. Die Vorschläge und Maßgaben sollen bis zum 28. Februar vorliegen, damit der sogenannte Öffentlichkeitsdialog  noch bis zur März-Sitzung des Ausschusses mit in den Zeit- und Maßnahmenplan eingearbeitet werden kann.

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