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Ökologische und nachhaltige Beschaffung : Wie fair ist Elmshorn?

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Keine Produkte aus Kinderarbeit: Initiative setzt sich für eine Bewerbung als Fairtrade-Stadt ein.

Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit, fairer Kaffee bei Sitzungen, Verwendung von Recycling-Papier und vieles mehr: Viele Kommunen in Deutschland haben bereits Beschlüsse gefasst, um bei Beschaffungen stärker faire und ökologische Kriterien zu berücksichtigen. Zudem haben sich bereits rund 220 Städte und Gemeinden um den Titel "Fairtrade-Town" beworben. In Schleswig-Holstein Eckernförde, Lübeck, Kellinghusen, Norderstedt, Kiel und Eutin. Auch in Elmshorn ist eine Initiative aktiv, die die Stadt auf den Weg zur Fairtrade-Stadt bringen will.

Vor eineinhalb Jahren gründete sich die Initiative "Pro Öko-Fair Elmshorn". Neben Vertretern des Weltladens TOP 21 gehören ihr unter anderem Mitglieder von BUND, von Gewerkschaften, der Unicef- Gruppe Elmshorn und von kirchlichen Stellen an. Die Beteiligten wollen mit darauf hinwirken, dass in Elmshorn ein Beschluss für öko-faire beziehungsweise nachhaltige Beschaffung gefasst wird und dass die Kommune sich als Fairtrade-Stadt bewirbt.

Um dieses Anliegen voranzubringen, hat die Initiative gemeinsam mit der Volkshochschule Elmshorn die Veranstaltung "Herausforderung Nachhaltige Beschaffung“ organisiert. Untertitel: „Wie können Sozial- und Umweltstandards bei öffentlichen Aufträgen berücksichtigt werden?“. Die öffentliche Veranstaltung findet am Donnerstag, 16. Januar, um 19 Uhr im Kollegiumssaal des Rathauses statt. Für die Mitwirkung – auch der neue Bürgermeister Volker Hatje hat seine Teilnahme und ein Grußwort zugesagt – konnte eine interessante, kompetente Runde gewonnen werden: Jens Festersen von der Gewerkschaft Verdi wird zu „Nachhaltig beschaffen heißt auch fair herstellen“ Ausführungen machen, Thomas Becken von der Stadt Elmshorn wird etwas zur Sicht der Wirtschaftsförderung sagen. Dr. Silke Pahl von den Grünen etwas zur Thematik "Fairtrade-Stadt-Bewerbung". Pastor Thorsten Pachnicke vom Bündnis "Eine Welt Schleswig-Holstein" und Markus Schwarz, Fachpromotor für fairen Handel, werden einen Überblick zu Aktivitäten im Lande geben. Informiert wird auch über das 2013 verabschiedete neue Vergabegesetz der Regierung in Kiel, das großenteils auch die Kommunen einschließt. Zudem wird Jan Schönstedt, Redaktionsleiter der Elmshorner Nachrichten, aus dem Blickwinkel der Medien die Thematik beleuchten. Moderiert wird die Veranstaltung von Albert Röhl, der den Weltladen TOP 21 und die Initiative "Pro Öko-Fair Elmshorn" vertritt.

Ein Schwerpunkt-Referat wird Michael Marwede von der "Servicestelle Kommunen in der Einen Welt" in Bonn halten, die beim Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit angesiedelt ist. Seine Aufgabe ist es, Kommunen zu den Themen zu beraten und zu unterstützen. Er wird auch über Beispiele aus anderen Städten berichten. Genügend Raum soll es für Fragen und Diskussion geben. Alle interessierten Bürger sind eingeladen. Der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung bis Dienstag, 14. Januar gebeten. Anmeldungen werden im Weltladen unter Tel. (0 41 21) 89 89 76 oder per E-Mail an info@weltladen-top21.de und bei der VHS Elmshorn unter Tel. (0 41 21) 23 13 05 (Kursnummer 1122) entgegengenommen.

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erstellt am 09.Jan.2014 | 09:23 Uhr

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