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Elmshorner Nachrichten

18. Oktober 2017 | 11:47 Uhr

Elmshorn : Wie die Stadt den Regen auffängt

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtentwässerung stellt Spaziergängern die Regenrückhaltebecken mit Info-Tafeln vor. Auch ein Schild am Steindammsee ist geplant.

shz.de von
erstellt am 18.Aug.2014 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Immer mehr Häuser, Straßen, Betriebe und Verkaufshallen – das Elmshorner Stadtgebiet wird stetig weiter zugepflastert. Die Folge: Das Regenwasser kann nur noch an immer weniger Stellen direkt im Boden versickern. Stattdessen schießt es vor allem bei starken Regenfällen über die versiegelten Flächen in die Kanalisation. Die Gräben und Rohrleitungen, letztlich sogar die Krückau, können die Massen nicht fassen, das Wasser staut sich auf den Straßen und in den Kellern.

Damit es möglichst nie zu einem solchen Szenario kommt, haben die Ingenieure und Handwerker der Elmshorner Stadtentwässerung vorgesorgt. Auch angesichts des Klimawandels mit immer häufigeren Starkregenfällen sind als Überschwemmungsschutz sogenannte Regenrückhaltebecken gebaut worden. Jüngstes Beispiel: Das große Speicherbecken im Steindammpark bei der Bahnunterführung.

Vier ältere Speicherbecken sind auf Initiative der Behördenmitarbeiter mit Informationstafeln versehen worden. Passanten erfahren an der Hans-Böckler-Straße, am Ramskamp, am Helene-Wessel-Weg (Adenauerdamm) und am Nordender Weg, was es mit den „Teichen“ auf sich hat, warum sie eingezäunt sind und wie sie als Schutz vor Überflutungen funktionieren.

Die vier Regenrückhalte-Anlagen sind zusammen für ein Einzugsgebiet von etwa 192 Hektar angelegt worden, was knapp neun Prozent des Stadtgebiets (2136 Hektar) entspricht. Zusammen können allein diese vier Becken 15.400 Kubikmeter Wasser speichern. Das sind umgerechnet 15,4 Millionen Liter und entspricht sechs Füllungen für das große Schwimmbecken im Elmshorner Hallenbad.

Noch nicht mit einer Informationstafel ausgestattet ist das neue Pufferbecken im Steindammwiesenpark bei der Bahn. Es ist vor allem zum Schutz von Überflutungen der Bahnunterführung (im Volksmund: „Badewanne“) gebaut worden. Dieses etwa 3000 Quadratemter große Becken hat ein Speichervolumen von 3500 Kubikmetern.

Auf jeden Fall will das Team der Stadtentwässerung noch eine Hinweistafel am See im Steindammpark aufstellen. Bei dem gerade neu errichteten Wehr soll Spaziergängern erläutert werden, wie zukünftig mit Hilfe moderner Steuerungstechnik der See als natürliches Rückhaltebecken genutzt und bei starken Regenfällen bis zu 5000 Kubikmeter Wasser zusätzlich aufnehmen kann.

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