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Elmshorner Nachrichten

20. Oktober 2017 | 11:49 Uhr

Sparrieshoop : Wicken und Erbsen statt Mais

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Sparrieshooper Landwirt wehrt sich gegen Monokultur-Vorwurf. Experiment mit Alternativpflanzen.

shz.de von
erstellt am 26.Sep.2014 | 16:00 Uhr

Die Maisernte ist in vollem Gange. Verbunden damit sind viele Fragen und Vorurteile, unter anderem steht das Thema Monokultur sowie die zunehmende Nutzung des Mais für Biogasanlagen im Blickpunkt.

Der Sparrieshooper Landwirt und Biogasanlagenbetreiber Rainer Bonnhoff baut unter anderem Mais an. „Der Mais ist eine sehr leistungsstarke Pflanze“, so Bonnhoff und sieht die Aussagen „Monokultur“ und „Maiswüsten“ eher kritisch. „In der Landwirtschaft haben wir zu 99 Prozent Monokulturen. Jedes Jahr wird auf einem Feld nur eine Frucht wie Mais oder einzelne Getreidesorten angebaut. Im Rahmen der Fruchtfolge wird jährlich gewechselt, sodass nicht jedes Jahr auf dem gleichen Feld Mais angebaut wird“, erläutert er. Diese Fruchtfolge variiert zwischen drei und fünf Jahren. Doch nicht nur mit dem laufenden Wechsel der angebauten Pflanzen variiert Bonnhoff, sondern er experimentiert auch mit Mischkulturen und Alternativpflanzen.

Seit drei Jahren setzt der Sparrieshooper auf eine Mischung aus Erbsen und Wicken als Ergänzung zum Mais. Das Besondere: Nachdem die Wicken und Erbsen abgeerntet sind, lässt er auf diesen Feldern Gras wachsen. „Von den Erbsen und Wicken nutzen wir die gesamte Pflanze und verwenden sie sowohl zur Rinderfütterung als auch in der Biogasanlage“, so der Landwirt. Doch nicht nur von der Ernte der Pflanzen profitiert Bonnhoff. Erbsen und Wicken würden für eine optimale Erholung des Bodens, das Gras wiederum für Errosionsschutz sorgen. Darüber hinaus haben die Pflanzen auch unterschiedliche Wurzeltiefen, was ebenfalls der Regeneration des Bodens zugute kommt.

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