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Elmshorn : Werden Flüchtlinge bald im Postgebäude untergebracht?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Das Unternehmen würde sein Haus zur Verfügung stellen. Für die Stadt wird es immer schwieriger, die Menschen dezentral unterzubringen.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2015 | 10:58 Uhr

Elmshorn | Der Flüchtlings-Ansturm stellt die Stadt Elmshorn vor immer größere Probleme. Seit Januar sind der Stadt vom Kreis Pinneberg 427 Menschen zugewiesen worden. Mit den Flüchtlingen, die bereits vor diesem Zeitpunkt oder durch Familienzusammenführungen in die Krückaustadt gekommen sind, schätzt Stadtrat Dirk Moritz die Flüchtlingszahl in Elmshorn auf weit über 700. Bislang konnten alle dezentral in Wohnungen untergebracht werden.

Das wird aber nicht mehr lange gut gehen. Moritz schätzt, dass der Stadt „irgendwann Anfang 2016“ nichts anderes übrig bleibt, als neue Flüchtlinge zentral unterzubringen. Container, Sporthallen oder gar Zelte will die Stadt soweit es geht vermeiden. Deshalb sieht sich die Stadt derzeit verschiedene, leerstehende gewerbliche Immobilien an, die zu einer Flüchtlings-Unterkunft umgebaut werden könnten. „Wir sind mit verschiedenen Unternehmen im Gespräch“, so Moritz.

Einer dieser potenziellen Anbieter ist jetzt bekannt geworden: Die Deutsche Post hat der Stadt Elmshorn die leerstehenden Flächen im Verwaltungsgebäude am Briefzentrum angeboten. In einem Brief informierte das Unternehmen seine Mitarbeiter darüber, dass sich die Stadtvertreter bei einem Ortstermin sehr interessiert gezeigt hätten. Konkret gehe es um das komplette erste Obergeschoss sowie den linken Flügel im Erdgeschoss. „Der Zugang zur Unterkunft wird über die seitlich am Gebäude befindlichen Treppen erfolgen und der gesamte Bereich wird mit einem Zaun zur Kurt-Wagener-Straße hin abgetrennt. Die Gäste werden das so abgetrennte Areal durch ein neu zu schaffendes Tor im Zaun erreichen.“

Die Mitarbeiter werden gebeten, die neuen Nachbarn willkommen zu heißen. Nach Abschluss der Verhandlungen werde die Stadt „mit den Vorarbeiten beginnen, um Anfang 2016 die ersten Menschen in den Räumen unterbringen zu können.“

So weit, wie diese Information suggeriert, sind die Verhandlungen aber wohl noch nicht fortgeschritten. Stadtrat Dirk Moritz bestätigte zwar das Angebot des Briefzentrums und den Ortstermin. Auch Martin Grundler, Pressesprecher der Post, spricht von laufenden Verhandlungen. „Es gibt noch nichts Konkretes und keine zeitlichen Dimensionen.“ Es müsse beispielsweise erst abgeklärt werden, was in dem Gebäude baulich verändert werden müsse. Konzernweit engagiere sich die Deutsche Post im Rahmen der Flüchtlingshilfe und biete den Kommunen Immobilien an, die nicht mehr oder nicht mehr vollständig genutzt würden.

 

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