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Elmshorner Stadttheater : Weniger Besucher in der abgelaufenen Saison

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Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Eine aufwendige Renovierung sorgte 2013 für Zuschauerschwund und beschert das erste Defizit seit 16 Jahren.

Für Peter Thomsen war es eine Premiere mit bitterem Beigeschmack. Zum ersten Mal seit 16 Jahren hat der Geschäftsführer der Elmshorner Theatergemeinschaft eine Spielzeit mit einem Defizit im Haushalt abgeschlossen. Thomsen verkündete der Mitgliederversammlung des Theatervereins auch einen Rückgang der Besucherzahlen in der abgelaufenen Saison 2012/13. Die Ursachen für das mäßige Ergebnis sind schnell gefunden: Die unerwartete Sanierung des Theaterfoyers, Versäumnisse der Stadt, höhere Künstler-Honorare und gestiegene Personalkosten.

Das Team des Stadttheaters hat eine turbulente Saison 2012/13 hinter sich. Gleich im September 2012 begann die Spielzeit mit einer Horrormeldung: Die Deckenverkleidung des Foyers bröckelte, der gesamte Eingangsbereich musste geschlossen werden. Die Folge: Eine aufwendige Renovierung während des Spielbetriebs. „Wir haben immer wieder darauf hingewiesen, dass der Betrieb weiter geht, doch vor allem unsere älteren Besucher blieben lieber zu Hause. Sie wollten nicht auf eine Baustelle“, so Peter Thomsen.

Eigentlich sollte die Renovierung Ende 2012 abgeschlossen sein, doch die Arbeiten zogen sich hin und die Besucher mussten die gesamte Saison über Einschränkungen hinnehmen. Die Quittung bekam das Theaterteam am Ende der Spielzeit. Die Vorstellungen im Theater waren im Schnitt zu 74,2 Prozent ausgelastet. Im Jahr davor waren es noch 78 Prozent. Peter Thomsen: „Wir hatten weniger Einnahmen, das schlägt sich in der Bilanz nieder. Am Programm lag es nicht. Da gab es vom Publikum viel Lob.“

Zu leiden hatte die Theatergemeinschaft auch unter einem Versäumnis der Stadtverwaltung. Die Personalabteilung im Rathaus, die für die Bühne die Mitarbeitergehälter abrechnet, hatte in den vergangenen vier Jahren versäumt, die sogenannte „U1“-Umlage an die Rentenversicherung abzuführen. 6300 Euro mussten nachgezahlt werden. Mehrkosten von rund 11 000 Euro hatte das Theater bei Tantiemen, Künstlersozialkasse und Gema-Gebühren. Den Etat belasteten auch höhere Personalkosten nach neuen Tarifabschlüssen und Anstiege bei Gehaltsstufen.

Alles in allem schloss Theaterchef Peter Thomsen die Bilanz für 2012/13 bei Kosten von rund 1,1 Millionen Euro mit einem Defizit von 39.474 Euro. Rund 23 098 Euro konnte er aus den Rücklagen ausgleichen. Bleibt ein Restminus von 16.376 Euro. „Erfreulich ist, dass die aktuelle Saison bisher sehr gut läuft. Wir werden sicher wieder besser abschneiden“, so Peter Thomsen.

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erstellt am 17.Jan.2014 | 12:00 Uhr

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