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„Zu klotzig und zu dunkel“ : Wenig Begeisterung über Pläne für das Pumpenhaus in Elmshorn

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

„Haus der Technik“ Vormstegen: Bürger und Kommunalpolitiker von Architektenvorschlägen wenig begeistert.

shz.de von
erstellt am 12.Mär.2015 | 10:00 Uhr

Elmshorn | Einvernehmen zwischen Bürgern und Kommunalpolitikern während der Öffentlichkeitsveranstaltung zum Bau des neuen Pumpenhauses auf Vormstegen („Haus der Technik“): Alle drei von den beauftragten Architektenbüros angefertigten Vorschläge können letztlich nicht überzeugen, auch nicht der bislang von der Stadtverwaltung favorisierte Backsteinbau. Zu klotzig, zu klobig, zu dunkel, zu schwer – die Wortbeiträge der Einwohner stießen allesamt in dieselbe Richtung. Und auch die Kommunalpolitiker sind sich einig: Eins zu eins kann keiner der drei Entwürfe umgesetzt werden.

Auch Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) hält beim favorisierten Vorschlag die Fassade für zu dunkel. Der Klinker sollte sich mehr an den Backsteinen der benachbarten Kölln-Gebäude orientieren. Mehr Leichtigkeit, mehr Offenheit, mehr Helligkeit lauteten die Forderungen an die Gestalter. Dazu könnten, so war aus dem Publikum zu hören, mehr Fensterflächen und Fassadenunterbrechungen mit hellen Flächen sowie generell ein nicht so dunkler Stein beitragen.

Pfiffig: Spiegelungen und Reflektionen könnten, so ein Vorschlag aus der Bürgerschaft, die Fassade auflockern und die Funktion des Hauses mit Wasserwellen (Pumpen der Stadtentwässerung) sowie Licht- und Stromwellen (Stadtwerke) an der südlichen Gebäudewand, aber auch auf der zum Hafen (!) weisenden Fassade, symbolisieren. Es könnte sogar an der Fassade Wasser fließen, denn Technik dafür ist ausreichend im Innern vorhanden.

Ein weiterer Diskussionspunkt war die Dachgestaltung. Soll es in der exponierten Lage ein begehbares mit Terrasse werden oder ein Grasdach? Vielleicht könnte, so ein Diskussionsteilnehmer, die Spitze des „Hauses der Technik“ auch ein Platz zur Gewinnung von Sonnenenergie werden.

Dieser Entwurf entspricht nicht den Vorgaben. (Amt für Stadtentwicklung Elmshorn)
Dieser Entwurf entspricht nicht den Vorgaben. (Amt für Stadtentwicklung Elmshorn)
 

Entschieden ist auch das noch nicht. Fest steht nur, was der Diskussionsleiter und Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Andreas Hahn (CDU), sagte: „Wir müssen all diese Fragen jetzt lösen, weil sie Voraussetzung für alles weitere sind.“ Im Klartext heißt das: Um das Quartier Krückau/Vormstegen weiter entwickeln zu können, muss für die neue Kanalisation das Pumpenhaus gebaut werden. Etwa im August sollen die Tiefbauarbeiten beginnen.

„Der Stadtumbau im Quartier schreitet voran. Wir sind eigentlich die Ersten, die dort reingehen“, sagte Joachim Grafe, Leiter der Stadtentwässerung. Die Verlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen im Erdreich seien die Voraussetzung für alle anderen Umgestaltungen. Und auch die Stadtwerke werden Trafostationen sowie Schaltschränke für die Technik des Lichtwellenleiters (Internet) vom Buttermarkt in den Neubau verlegen, damit der Platz frei wird.

Auch bei dieser Alternative ist das zurückgesetzte Erdgeschoss problematisch. (Amt für Stadtentwicklung Elmshorn)
Auch bei dieser Alternative ist das zurückgesetzte Erdgeschoss problematisch. (Amt für Stadtentwicklung Elmshorn)
 

Das Thema „Haus der Technik“ wird jetzt weiter in der Politik diskutiert. Die nächste öffentliche Beratung ist für Donnerstag, 26. März, während der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt im Sitzungsraum der Weißen Villa, Schulstraße 36, vorgesehen. Dann müssten auch erste Entscheidungen fallen, um den Bau der Pumpanlagen nicht zu weit hinauszuzögern. „Wir nähern uns mit kleinen Schritten, wissen aber, dass wir unter Zeitdruck stehen“, sagt der Ausschussvorsitzende Hahn.

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