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Elmshorner Nachrichten

24. Oktober 2017 | 07:58 Uhr

Weiße Villa: Sanierung verschoben

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Heiraten Statt im Herbst 2017 finden die Arbeiten erst im Frühjahr 2018 statt / Brautpaare müssen dann an andere Orte ausweichen

shz.de von
erstellt am 19.Jul.2017 | 17:00 Uhr

Kulturdenkmal, Heiratsort, städtebaulicher Hingucker – die knapp 120 Jahre alte Weiße Villa in der Schulstraße ist ein ganz besonderes Gebäude. Leider ist sie auch ein Sanierungsfall. In diesem Herbst sollten ursprünglich für rund 790000 Euro das Dach erneuert, die Fenster restauriert, das komplette Gebäude gedämmt und die Kelleraußenwände saniert werden. Außerdem ist ein neuer Fassadenanstrich erforderlich. Jedoch: Die Arbeiten verzögern sich – und zwar deutlich. Saniert wird jetzt erst vom 1. April bis zum 31. August 2018 – mitten in der Hochzeitssaison also.

Der Grund ist laut Stadtrat Dirk Moritz die komplizierte Dachstruktur des Gebäudes, wodurch sich die Planungen verzögert haben, und die Ausarbeitung des Architektenvertrags, die ebenfalls länger dauerte als ursprünglich geplant. „Und wir wollen nicht mit den Arbeiten in den Winter gehen“, erklärt Moritz. „Das Risiko, dass das Wetter nicht mitspielt und das Gebäude leidet, ist zu hoch.“ Eigentümer der Weißen Villa ist die Stiftung zur Erhaltung von Kulturdenkmalen – die Villa war 1986 von der Stiftung erworben worden und ist seitdem an die Stadt vermietet. Die Stadt hat in der Villa das Amt für Kinder, Jugend, Schule und Sport, das Standesamt und das Archiv untergebracht. „Die Mitarbeiter bringen wir während des Sanierungszeitraums im Rathaus unter“, erklärt Moritz. „Das ist möglich, weil wir zusätzliche Räume in der Königstraße 53 angemietet haben.“ Voraussichtlich wird im Herbst die IT-Abteilung in einen Trakt im ersten Stock in der Königstraße einziehen. Als Standort für das Standesamt prüft die Stadt derzeit das Konrad-Struve-Haus. „Das könnte jedoch mit der Datenverbindung schwierig werden“, sagt Moritz.

Und die heiratswilligen Elmshorner? „Für die werden wir neue Trauorte finden“, sagt Moritz. Konkret heißt das: Zwischen April und August kann in Elmshorn wohl nur in den alternativen Trauorten geheiratet werden, also im Bauch der MS Klostersande, im Industriemuseum, auf dem Wasserturm, am See der Gaststätte Sibirien oder – ganz neu – im Konrad-Struve-Haus. Zwar haben sich schon einige Paare für die Weiße Villa angemeldet. „Aber glücklicherweise ist der Terminkalender für nächstes Jahr noch relativ leer“, sagt Moritz. Immerhin: Die Kosten für die Sanierung bleiben die selben. Den Großteil der Sanierung wird die Stiftung zur Erhaltung von Kulturdenkmalen über einen Kredit finanzieren. Dadurch erhöht sich für die Stadt die Miete für die Weiße Villa. Sie zahlt künftig 2100 statt 1000 Euro monatlich (wir berichteten). Diese Erhöhung war für die Kreditaufnahme notwendig.

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