Trockenfutter und Dosen-Menü : Weihnachtsfeier im Tierheim Elmshorn

Tierpflegerin Chantal Schultz kümmerte sich um den neun Wochen alten Kater „Michel“.
Tierpflegerin Chantal Schultz kümmerte sich um den neun Wochen alten Kater „Michel“.

Mehr als 2000 Besucher beschenken Hunde, Katzen und Kleintiere.

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22. Dezember 2014, 16:00 Uhr

Elmshorn | Drei Tage vor Heiligabend gab es für die Bewohner des Tierheims Elmshorn eine große Bescherung: Mehr als 2000 Besucher kamen gestern zur traditionellen Weihnachtsfeier der Einrichtung an der Justus-von-Liebig-Straße. Mitgebracht hatten sie jede Menge Geschenke, darunter Trockenfutter und Dosen-Menüs für die Hunde und Katzen, Körner für die Vögel, Kaninchen und Meerschweinchen, zudem Decken, Handtücher und Spielzeug. Brigitte Maeder, Vorsitzende des Tierschutzvereins Elmshorn und Umgebung, der das Heim betreibt, freute sich über den großen Besucherandrang: „Vor allem für die vielen Katzen benötigen wir dringend Futter.“

Alina (15) und Celina (14) waren extra aus Glückstadt nach Elmshorn gekommen. „Wir sind schon seit vielen Jahren bei der Weihnachtsfeier im Tierheim dabei“, sagten die Mädchen. Alina hat zu Hause zwei Meerschweinchen, Celina einen Hund und zwei Bartagamen, die zur Gattung der Schuppenkriechtiere gehören. Im Gepäck hatten die Schülerinnen Tüten mit Trockenfutter für Hunde und Katzen. Die Geschenke wurden von den Helfern Annedore Maeder, Nora Müller und Torben Hein in Regale sortiert. Ein anderes Team nahm nicht Essbares wie Decken, Handtücher und Spielzeug entgegen.

15 Tierheim-Mitarbeiter sowie etwa 50 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz, standen für Fragen zur Verfügung, servierten im „Winter-Café“ Kaffee, Kuchen sowie Punsch und verkauften Lose, für die Betriebe und Privatleute insgesamt 2700 Preise gestiftet hatten. Tierschutzorganisationen aus der Region hatten Informationsstände aufgebaut, und die Rettungshundestaffel Kreis Pinneberg stellte sich vor.

132 Katzen, 26 Hunde und 37 Kleintiere werden die Feiertage im Heim verbringen, denn von Mitte Dezember bis Anfang Januar besteht ein Vermittlungsstopp. „Das Tierheim wird immer mehr zu einem Gnadenhof“, stellte Vereinsvorsitzende Maeder fest. Allein in diesem Jahr seien etwa 200 Tiere von ihren verstorbenen Besitzern oder aus Sicherstellungen von  Kommunen des Kreises aufgenommen worden. Etliche davon seien krank oder alt und deshalb schwer vermittelbar. „Vor einigen Jahren blieben die Tiere durchschnittlich zwei Monate bei uns, jetzt sind es bereits drei Monate“, so Maeder. Die Städte und Gemeinden zahlten lediglich für vier Wochen. Deshalb wolle der Verein 2015 mit dem Kreis und den Kommunen über eine neue Regelung der Kostenbeteiligung verhandeln. Der Jahresetat des Tierheims beträgt etwa 450.000 Euro. Dazu gehören unter anderem mit dem größten Anteil die Tierarzthonorare, die Betriebskosten, die Personalkosten sowie die finanziellen Aufwendungen für das Futter.Thomas Krohn

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