Wehrübung mit 24 zerstörten Pkw

Über 90 Feuerwehrleute nahmen an der Übung auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Tornesch-Ahrenlohe teil.
Über 90 Feuerwehrleute nahmen an der Übung auf dem Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Tornesch-Ahrenlohe teil.

Ausbildungswochenende rund ums Thema Technische Hilfeleistung

shz.de von
26. Juni 2018, 16:08 Uhr

24 zerstörte Pkw mit schwer eingeklemmten Fahrern, drei fein säuberlich zerlegte Lkw-Kabinen mit ebenso vielen verletzten Truckern, acht unter landwirtschaftlichem Gerät gefangene Arbeiter, acht in einem Treppengelände eingezwängte Personen, ebenso viele Keller, die unter Wasser standen, und Hauswände, die abgestützt werden mussten. Der Blick auf das Gelände der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Tornesch-Ahrenlohe glich am Wochenende dem Backstage-Bereich einer Monster-Truck-Show.

Mehr als 90 Frauen und Männer aus den freiwilligen Feuerwehren Elmshorn, Wittenberge (Partnerstadt von Elmshorn), Klein Nordende, Kölln-Reisiek, Klein Offenseth-Sparrieshoop, Seeth-Ekholt, Seester und Seestermühe sowie vom Technischen Hilfswerk Elmshorn und der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein haben an dem ersten Ausbildungswochenende Technische Hilfeleistung des sogenannten 20er-Reviers (Elmshorn und Elmshorn-Land) teilgenommen. Acht verschiedene Stationen waren auf dem FTZ-Gelände vorbereitet. Zur Einstimmung hatte es am Freitagabend zwei Impulsreferate von Landesfeuerwehrarzt Stefan Paululat aus Kaltenkirchen zu medizinischen Aspekten der Unfallrettung und der stellvertretenden Elmshorner Wehrführerin Britta Stender zu psycho-sozialen Nachsorge für Einsatzkräfte gegeben.

Sonnabend und Sonntag wurde dann praktisch gearbeitet. Je Station hatten die Teilnehmer 90 Minuten Zeit, die Aufgaben zu bewältigen. Schweres hydraulisches Rettungsgerät wie Schere, Spreizer oder Stempel kamen genau so zum Einsatz wie elektrische Säbelsägen, Hydraulikwinden oder auch mal nur eine dünne Bandschlinge. „In unseren Augen war es ein überaus erfolgreiches Wochenende, bei dem die Ausbilder viel Wissen vermittelt haben, sich alle Teilnehmer aber auch gegenseitig durch eigene Erfahrungswerte unheimlich befruchtet haben“, sagten die federführenden Organisatoren Jörn Schulz-Rudek (FF Elmshorn), Martin Höppner (FF Klein Nordende) sowie Ralf Lesker und Arne Feja (beide FF Seester). „Genau das war ja auch das Ziel gewesen und deshalb haben wir die Gruppen so zusammengestellt, dass in jeder möglichst viele Organisationen vertreten sind.“

Weiterer positiver Nebeneffekt: Im Realeinsatz arbeiten Feuerwehr, Rettungsdienst und Technisches Hilfswerk ebenfalls Hand in Hand „Und wer sich kennt, kann dies noch besser zum Wohl der Bevölkerung machen“, so die Organisatoren.

Von der ersten Idee bis hin zur Umsetzung waren rund zwei Jahre nötig. „Wir danken allen, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben“, sagte Schulz-Rudek.

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