zur Navigation springen

Schock für Elmshorner Hausbesitzer : Wasser soll teurer werden

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Die Stadtwerke planen eine saftige Preiserhöhung: Der Grundpreis in Elmshorn verdreifacht sich. 14.000 Anschlüsse sind betroffen.

shz.de von
erstellt am 28.Sep.2013 | 12:00 Uhr

Daran werden die Elmshorner kräftig zu schlucken haben: Der Wasserpreis der Stadtwerke Elmshorn explodiert geradezu. Ab Oktober kostet der Grundpreis für einen üblichen Hausanschluss (Qn 2,5) nicht mehr 19,70, sondern 59,39 Euro brutto im Jahr – eine Steigerung um 201,5 Prozent. Das hat das Stadtverordnetenkollegium am Donnerstagabend beschlossen. 14 000 der insgesamt 15 000 Stadtwerke-Anschlüsse sind betroffen. Auch für die anderen Anschlüsse – etwa für Mehrfamilienhäuser und Firmen – steigen die Preise, allerdings moderater.

Während der Preis in Elmshorn drastisch steigt, können die Kunden der Stadtwerke Barmstedt gelassen bleiben. Der Vergleich mit den anderen Stadtwerken im Kreis Pinneberg zeigt, nirgends ist das Duschen so günstig wie in der Schusterstadt. Das könnte sich allerdings bald ändern. Denn Barmstedts Stadtwerkechef Fred Freyermuth will die Preise anpassen. Da die Wassersparte in den beiden vergangenen Jahren wegen Fehlbohrungen, neuer Brunnen, Sanierung des Wasserwerks und höherer Stromkosten leicht negativ abgeschlossen habe, werde er der Politik vorschlagen, den Preis zum Jahreswechsel zu erhöhen. Um wie viel, das verrät der Werkleiter auf Anfrage unserer Zeitung nicht.

Die Elmshorner Stadtwerke hatten den Grundpreis seit 1995 nicht mehr erhöht. Die letzte Anpassung beim Verbrauchspreis gab es 2004. Mit der Einführung der Grundwasserabgabe stieg der Kubikmeterpreis auf 1,55 Euro. Stadtwerkedirektor Sören Schuhknecht begründete den Schritt mit stark gestiegenen Personal- und Sachkosten im vergangenen Jahrzehnt. „Mehr als 15 Jahre war der Preis stabil, das war jetzt nicht mehr möglich“, betonte Schuhknecht gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. 2012 habe das Defizit im Geschäftsfeld Wasser 650 000 Euro betragen. Dieses Loch soll durch die Erhöhung ausgeglichen werden. Warum der kommunale Versorger nicht früher gehandelt habe, könne er nicht sagen. Schuhknecht ist seit Januar Werksleiter der Stadtwerke.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen