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Elmshorner Nachrichten

23. August 2017 | 14:13 Uhr

Lebenshilfe : Was zählt, ist das Miteinander

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Kooperation von Schwimmzentrum und Lebenshilfe in Elmshorn. Gemeinsame Aktivität von Behinderten und Nichtbehinderten.

Elmshorn | Es ist eine Kooperation, der alle Beteiligten eine Menge abgewinnen: Die Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen und der FTSV bieten im Elmshorner Freibad in der Traglufthallen-Saison von Oktober bis April Schwimmkurse für behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Auch mehrfach Behinderte sind dabei.

Die fachliche Anleitung leistet Petra Wirblat, Sondersportpädagogin und Mitarbeiterin der Lebenshilfe sowie Trainerin des FTSV. Weitere Betreuer und Helfer des Sportvereins und der Lebenshilfe unterstützen diese Aktivität. Das Besondere dabei, so hebt Petra Wirblat hervor, sei „das gemeinsame Erleben von Menschen mit und ohne Behinderung – im Training, beim Wettkampf und bei der anschließenden Siegerehrung“.

Die Ziele dieses sportlichen Engagements, so Dörte Hein, Leiterin des Georg-Hansen-Hauses der Lebenshilfe in Elmshorn: „Gewöhnung an das Wasser, Erhöhung der Beweglichkeit, Erlernen des Schwimmens und verschiedener Schwimmstile und natürlich körperliches Training.“ Dazu komme eine nicht zu unterschätzende Motivation durch Wasserspiele, Wettkämpfe und die Verleihung von Abzeichen, Medaillen und Urkunden – eine Motivation, die sich auch auf andere Lebensbereiche positiv auswirke. Petra Wirblat: „Inzwischen können wir auf viele Erfahrungen und Erfolge zurückblicken. Viele Kinder und Jugendliche haben mit ganz viel Freude und Spaß teilgenommen, haben Schwimmen gelernt, haben sich Abzeichen in Bronze, Silber und Gold erschwommen.“

Die Kooperation von Lebenshilfe und FTSV im Bereich Schwimmen gibt es inzwischen schon seit mehr als 20 Jahren, die jährlichen Wettkämpfe werden seit etwa zehn Jahren durchgeführt.

Beim jüngsten „Tag der Delfine“ gab es 16 Wettkämpfe in den Techniken Freistil, Brust- und Rückenschwimmen. Etwa zweihundert Zuschauer, zumeist Freunde und Angehörige der Teilnehmer, feuerten die insgesamt 120 Schwimmer während der zweistündigen Veranstaltung an.

Die Kinder und Jugendlichen der Lebenshilfe zeigten dabei tolle Leistungen: So schwamm Kevin Laßmann die 40 Meter Brust in 45 Sekunden, und die Rollstuhlfahrer Slava Klein und Michele Sohrbeck konnten gute Leistungen in 20 Meter Rücken zeigen. Im Mittelpunkt des „Tages der Delfine“ standen die Familienstaffeln, an denen neun Familien teilnahmen. Alle schwammen mit enormen Einsatz und Ehrgeiz – so wie Leon und Marie Twisselmann mit ihrer Mutter und die Familie Klein – die zwei teilnehmenden Familien der Lebenshilfe.

Für einen reibungslosen Ablauf in der Halle sorgten die Trainer der FTSV, allen voran Christa Harms, und die ehrenamtlichen Kampfrichter. Im Protokollraum gelang es Thomas Jordan-Melcher immer wieder, die Ergebnisse fast unmittelbar nach den Wettkämpfen auszuhängen, sodass sie von allen eingesehen werden konnten. Höhepunkt der Veranstaltung: die Siegerehrungen und die Verleihung der Urkunden gegen Ende des Schwimmtages.

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erstellt am 28.Mai.2014 | 16:00 Uhr

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