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Elmshorner Nachrichten

24. August 2017 | 12:57 Uhr

Was verbirgt sich unter der Markthalle?

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stadtumbau Altlasten-Untersuchung / Bürger reden bei der künftigen Nutzung mit

Die Markthalle auf dem Buttermarkt – sie ist ein Wahrzeichen Elmshorns und die Stadt will sie mit dem Stadtumbau West auch außerhalb von Markttagen mit Leben füllen. Wie genau, dabei sollen auch Bürger und Marktbeschicker in der nächsten Zeit ein Wörtchen mitzureden haben. Bevor die Stadt jedoch hochfliegende Pläne zur zukünftigen Nutzung machen kann, muss sie den baulichen Zustand der Markthalle genau unter die Lupe nehmen: Welche Altlasten befinden sich im Boden unter der Halle? In welchem Zustand sind die Eichenpfähle, auf denen das Gebäude höchstwahrscheinlich gegründet ist? Und welche zusätzlichen Kosten kommen noch auf die Stadt zu?

Sachverständige werden das Gebäude ab dem 15. August auf Herz und Nieren testen. Die Experten – Holzgutachter, Statiker, Vermesser und ein Architekturbüro – werden dann in ihrem Gutachten sagen können, welche Nutzung angesichts des Gebäudezustands realistisch umsetzbar wäre – und zu welchem Preis. Für das Gutachten sind zunächst 60  000 Euro veranschlagt.

Im ersten Schritt untersuchen die Fachleute den Boden im Außenbereich sowie im Keller der Halle mit drei Bohrungen auf mögliche Altlasten. Auch der Außenbereich könnte im Zuge der Modernisierung neu gestaltet werden. Die entstehenden Löcher werden sofort wieder verschlossen, sodass es auf dem Buttermarkt nur kurzzeitig Behinderungen wegen der Arbeiten geben wird.

Im September folgen weitere Untersuchungen. An zwei Stellen soll das Fundament freigelegt werden. „Wir gehen davon aus, dass die Markthalle auf Eichenpfählen gegründet ist“, erläutert Architektin Britta Henze. Unbekannt sei jedoch der Zustand der Gründung. Mit den bis zu zwei Meter tiefen Aushebungen soll der überprüft werden. Diese Arbeiten werden längere Zeit in Anspruch nehmen, der Bereich wird mit einem Bauzaun abgesperrt werden müssen.

Steht der bauliche Zustand der Markthalle erst einmal fest, will die Stadt die Bürger im Rahmen einer Beteiligungswerkstatt einbeziehen. Noch in diesem Jahr sollen die Bürger ihre Ideen für die Entwicklung des historischen Gebäudes einbringen.

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erstellt am 12.Aug.2017 | 16:20 Uhr

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