Was kommt nach dem Sandabbau?

Bokels Landschaftspflegeverein-Vorsitzender Manfred Delfs (rechts) holte in Großenaspe Tipps von Willi Wisser ein, wie man das Bokeler Sandabbaugebiet umgestalten könnte.  Foto:  caw
Bokels Landschaftspflegeverein-Vorsitzender Manfred Delfs (rechts) holte in Großenaspe Tipps von Willi Wisser ein, wie man das Bokeler Sandabbaugebiet umgestalten könnte. Foto: caw

Bokel: Landschaftspflegeverein auf Ideensuche

shz.de von
11. Mai 2013, 03:59 Uhr

Bokel | Vermutlich noch in diesem Jahr fallen die ersten Sandabbauflächen auf Bokeler Gebiet an die Gemeinde zurück. Vor einem Jahr wurde deshalb der Landschaftspflegeverein Bokel und Umgebung gegründet. Die derzeit rund 40 Mitglieder sollen Ideen entwickeln, wie die Flächen nach dem Sandabbau genutzt werden könnten.

Um sich Anregungen zu holen, ging man jüngst auf Tour nach Großenaspe. Ziel war der Naturwanderweg Ketelvierth, der auch Teile eines ehemaligen Sandabbaugebiets einschließt. Unter der fachkundigen Führung von Großenaspes ehemaligem Bürgermeister Willi Wisser informierten sich die Gäste aus Bokel über die Entwicklung der ehemaligen Kiesgruben.

In Großenaspe wurden bereits zahlreiche Projekte umgesetzt. So gibt es eine Obstwiese, einen Baumpark, Infotafeln, einen Grillplatz und eine Aussichtsplattform. Ähnliches könnte auch in Bokel entstehen. Rund 70 Hektar misst das dortige Sandabbaugebiet.

Während auf einigen Flächen mit dem Abbau noch gar nicht begonnen wurde, sind andere inzwischen nahezu ausgebeutet. Drei bis 5,5 Meter tief sind die Sandschichten. Nach dem Abbau werden einige Flächen wieder aufgefüllt, andere sollen offen bleiben. Der nächste Ausflug führt die Bokeler am 15. Juni ins Naturschutzgebiet Westerhorn-Rethwisch. Neumitglieder sind beim Landschaftspflegeverein Bokel jederzeit herzlich willkommen. 15 Euro zahlen Erwachsene derzeit pro Jahr, Jugendliche bis 18 Jahre sind beitragsfrei. Zu erreichen ist der Vorsitzende Manfred Delfs per E-Mail unter delfs.m@gmx.de oder Telefon (0 48 22) 64 90.

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