Bilanz der Stadtentwässerung : Warum der Wasserverbrauch in Elmshorn gestiegen ist

3,1 Millionen Kubikmeter Wasser flossen 2016 in Elmshorn aus den Rohren. Kalkuliert hatte die Stadtentwässerung mit 2,9 Millionen Kubikmeter.

3,1 Millionen Kubikmeter Wasser flossen 2016 in Elmshorn aus den Rohren. Kalkuliert hatte die Stadtentwässerung mit 2,9 Millionen Kubikmeter.

3,1 Millionen Kubikmeter Wasser flossen 2016 in Elmshorn aus den Rohren. Schmutzwassergebühr könnte steigen.

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26. Juni 2018, 15:00 Uhr

Elmshorn | Die Stadtentwässerung Elmshorn konnte das  Geschäftsjahr 2016 mit einem positiven Ergebnis abschließen. Das Plus lag bei 348.288 Euro. Sowohl im Schmutz-  als auch im Regenwasserbereich lag der Kostendeckungsgrad bei deutlich über 100 Prozent, insgesamt bei 103,6 Prozent. Das Ergebnis wurde im Ausschuss für kommunale Dienstleister präsentiert. 

Wichtig für die Einnahmeseite: die Frischwassermenge. 3,1 Millionen Kubikmeter Wasser flossen 2016 in Elmshorn aus den Rohren. Kalkuliert hatte die Stadtentwässerung mit 2,9 Millionen Kubikmeter. Ein Grund für den Anstieg sind die  weiter steigenden Einwohnerzahlen. Ende 2017 lebten 51.866 Menschen in der Stadt  – Tendenz weiter steigend.

Starke Schwankungen

Moderat steigen könnte in den kommenden Jahren auch die Schmutzwassergebühr, wenn sich der Trend der steigenden Frischwassermengen verstetigt. In den  vergangenen Jahren gab es in diesem Bereich aber starke Schwankungen. 2014 und 2015 wurden nur 2,8 Millionen Kubikmeter Frischwasser verbraucht. Denn nicht nur in Privathaushalten wird mehr und mehr Wasser gespart. In  Elmshorn  kam es in einigen Großbetrieben  aufgrund von Produktionsveränderungen zu Einsparungen.

2016 und 2017 sind die  Abwassergebühren bereits angehoben worden. Aktuell zahlen die Elmshorner für Schmutzwasser 2,65 Euro pro Kubikmeter. Die Niederschlagwassergebühr liegt 0,62 Euro pro Quadratmeter angeschlossener bebauter und befestigter Fläche.

Klärkostenanteil

Der Klärkostenanteil in  der städtischen  Schmutzwassergebühr – er wird vom Abwasserzweckverband Pinneberg festgesetzt –  macht 61,5 Prozent  aus. 2016 beliefen sich die Kosten auf 5,17 Millionen Euro. Laut Stadtentwässerung wurden 81.8000 Kubikmeter  Regenwasser  in die Gräben und in die Krückau  abgeleitet. Weitere 80.000 Kubikmeter Regenwasser wurden  über die Mischwasserkanäle  zur Klärung zum Abwasserzweckverband  geleitet.   Im Etat für 2016 hatte die Politik der Stadtentwässerung  5,5 Millionen Euro  für Baumaßnahmen zur Verfügung gestellt. 

Ein Plus von 348288 Euro: Im Jahr 2015 konnte die Stadtentwässerung ebenfalls einen  Gewinn  verbuchen – von gut 96000.  Anders  sah es 2014 aus. Da  gab es ein Defizit in Höhe von 340.000 Euro.  

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