Geschwister-Scholl-Straße : Warnanlage für Elmshorns Eisenbahnbrücke kostet 72.000 Euro

Rechtzeitige Warnung: So könnte die Anlage  an der Geschwister-Scholl-Straße aussehen.

Rechtzeitige Warnung: So könnte die Anlage  an der Geschwister-Scholl-Straße aussehen.

Immer wieder bleiben Lastwagen stecken. Die Bahn und die Stadt wollen sich nun die Kosten teilen.

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09. März 2018, 12:30 Uhr

Elmshorn | Die Durchfahrtshöhe beträgt 2,40 Meter und das wird auch  per Schild angezeigt. Allen Hinweisen zum Trotz: Fast jeden Monat bleibt ein Lastwagen   im Tunnel unter der Eisenbahnbrücke  in der Geschwister-Scholl-Straße in Elmshorn stecken. Oft mit kleinen, manchmal aber auch mit großen Folgen für den Bahnverkehr  – und den Verkehr im Stadtgebiet, der angesichts  der Tunnelsperrung schnell zusammenbricht. Einmal pro  Jahr ist auch die  Fußgängerbrücke der Stadt betroffen. Die Bahn und die Stadt wollen jetzt gemeinsam das Problem aus  der Welt schaffen – mit einer Höhenwarnanlage. Die Kosten liegen bei zirka  72000 Euro. Die Deutsche Bahn ist bereit, davon die Hälfte zu übernehmen. Beide Seiten wollen aufs Tempo drücken. Das benötigte Geld soll schon in diesem Jahr zur Verfügung gestellt werden.

Das jetzige Warnschild für die erlaubte Durchfahrtshöhe ist direkt an der Brücke angebracht. Die neue Höhenwarnanlage mit  der abgehängten Warntafel soll deutlich vor der Brücke errichtet werden, um die Wahrnehmung zu erhöhen. Zudem soll ein Aufprall gegen die Warntafel  den Lastwagenfahrern unmissverständlich  signalisieren, dass ihre  Fahrzeuge für die Brücke zu hoch  sind. Eine Ortsbesichtigung hat ergeben, dass auf beiden Seiten der Brücke  ausreichend Platz vorhanden ist, um die Warnanlage zu bauen. Nicht nur die Stadt und die Bahn sehen dringenden Handlungsbedarf, auch die Verkehrsaufsicht hält eine Höhenwarnanlage für dringend geboten. Sie müsste dieses Verkehrszeichen anordnen.

Als Alternative zur Warnanlage wurde auch über eine elektronische Anlage mit einer Ampel diskutiert. Doch diese wurde als teuer, empfindlich und technisch aufwendig bewertet.  In der Unterhaltung würden zudem erhebliche Folgekosten entstehen. Zudem wäre zu befürchten, dass ein rotes Warnlicht von den Fahrern schnell übersehen werden könnte. 

Die Höhenwarnanlage an der Eisenbahnbrücke beschäftigt am Montag, 12. März, den Ausschuss für kommunale Dienstleister. Er tagt um 18Uhr im Rathaus an der Schulstraße.

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