Sanierung Hamburger Straße und B431 : Vormstegen: Vollsperrung wird ab Mitte September aufgehoben

Die großflächige Sperrung auf Vormstegen kann die Stadt wohl in der 38. Kalenderwoche aufheben.
Die großflächige Sperrung auf Vormstegen kann die Stadt wohl in der 38. Kalenderwoche aufheben.

In der Woche vom 17. September wird die Sperrung vorzeitig aufgehoben. Südlicher Bauabschnitt steht noch aus.

von
21. August 2018, 13:00 Uhr

Elmshorn | Die Sanierung der Hamburger Straße und der B431 in Richtung Neuendorf, der Ausbau der L75 und die Sperrung der Wittenberger Straße – von großen Baustellen müssten die Elmshorner inzwischen eigentlich genug haben. Umso erfreulicher ist folgende Nachricht: Die Vollsperrung der Straße Vormstegen kann voraussichtlich schon Mitte September aufgehoben werden, statt, wie ursprünglich geplant, erst im Mai 2019. Das teilte jetzt Christina Schötzow, Amtsleiterin der Stadtentwässerung, mit. „Wenn das Wetter mitspielt, können wir am 17. September mit den Asphalt- und Markierungsarbeiten beginnen“, erklärt Schötzow. Für den Verkehr könnte die Straße dann wenige Tage später freigegeben werden.

Vormstegen ist seit Mai zwischen der Kreuzung Schauenburger Straße und der Einmündung zum Osterfeld für Autos und Busse nicht befahrbar. Fußgänger und Radfahrer werden derzeit durch die Krämerhallen geleitet. Der Grund: Die Stadtentwässerung hat im Zuge des Stadtumbaus die vorhandenen Schmutz- und Regenwasserkanäle erneuert. Dass dieses Projekt jetzt deutlich schneller abgeschlossen werden kann als ursprünglich geplant, liegt an der Ausschreibung. „Wir hatten von Vorneherein die sicherste Variante der Grundwassersicherung gewählt. Diese Methode hätte auf jeden Fall funktioniert, wäre aber sehr aufwändig gewesen“, erklärt Thomas Beiersdorf von der Stadtentwässerung.

Viel Zeit gespart

Durch die Erfahrungen, die die Stadt zuvor mit der Entwässerung der Baustelle des Hauses der Technik gemacht hatte und auch dank der trockenen Witterung in diesem Sommer, konnten die Planer diese Variante allerdings wieder verwerfen. „Dafür hätten wir Spundwände bis zu 17 Meter tief in den Boden einbringen und das mit einem massiven Betonanker versehen müssen, um die Kanalschächte wirklich trocken zu bekommen“, erklärt Beiersdorf. „Das wäre ein erheblicher Zeitaufwand und ein großes Risiko für die umstehenden Gebäude gewesen.“

Stattdessen reichte es jetzt aus, in 20-Meter-Abständen rechts und links neben dem Schacht mit vier Meter langen Lanzen punktuell das obere Grundwasser abzusaugen. „Die Firma Johannsen hat das sehr professionell und schnell erledigt“, erklärt Beiersdorf. „Auch, wenn das Unterfangen trotzdem immer noch sehr komplex war.“

Neuer Regenwasserkanal

Der neue Regenwasserkanal, der bald das neue Haus der Technik mit dem Quartier Vormstegen verbinden wird, ist mit einem Durchmesser von 1,2 Metern etwa fünfmal so breit wie sein Vorgänger. Das ist nötig, weil dieser Kanal künftig das gesamte Oberflächenwasser aus dem neu entstehenden Gebiet Krückau-Vormstegen inklusive der Bereiche rund um Ansgarstraße und Ollnsstraße zur Krückau transportieren soll – und zwar selbst bei Starkregen und Hochwasser. Bereits im Herbst 2017 hatte die Stadtentwässerung deshalb den alten Mischwasserkanal unter dem Osterfeld und der Schlossstraße durch einen neuen Regen- und einen Schmutzwasserkanal ersetzen lassen.

Wenn Vormstegen wieder freigegeben ist, können auch die Busse wieder auf ihrer ursprünglichen Route unterwegs sein und die Geschäfte werden einfacher erreichbar sein. Allerdings: „Abgeschlossen haben wir damit erst den nördlichen Bereich von Vormstegen. Den Bereich zwischen Osterfeld und Reichenstraße müssen wir für den nächsten Bauabschnitt auch noch einmal sperren“, erklärt Beiersdorf. Ein Zeitpunkt steht dafür noch nicht fest.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen