Vormstegen: Nummer 15 wird zum Café

Die Grafik zeigt die Fassade vor und nach der Umgestaltung.„
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Die Grafik zeigt die Fassade vor und nach der Umgestaltung.„

Ehepaar Semmelhaack investiert 500 000 Euro

shz.de von
28. Juli 2018, 15:36 Uhr

Das Sanierungsprojekt Krückau/Vormstegen, es soll das Gesicht der Elmshorner City grundlegend verändern. Das Stadtviertel wird zurzeit komplett umgekrempelt. Kritiker befürchten irreparable Schäden – zum Beispiel an der alten Verladestation Schauenburger Straße – und monotone Neubauten. Die Verwaltung sieht derzeit keine Gefährdung schützenswerter Bausubstanz und präsentiert sogar erste Erfolge beim Erhalt alter Gebäude: Das Haus Vormstegen 15, das bislang der Stadt gehörte , hat neue Besitzer. Ulf und Susanne Semmelhaack wollen das Gründerzeitgebäude nach von der Stadt Elmshorn formulierten Sanierungszielen erhalten und ausbauen. Die Elmshorner Unternehmer investieren mehr als 500 000 Euro.

Das in den 1890er Jahren errichtete Haus hat etliche Epochen Elmshorner Stadtgeschichte erlebt. Einst Schuhmacherei, dann Putzgeschäft, bis 1987 Hutladen und bis zum mehrjährigen Leerstand Fachhandel für Angelzubehör, soll das Haus jetzt wieder mit Leben gefüllt werden. Dafür haben Ulf und Susanne Semmelhaack, die das Gebäude im Juni erwarben, bereits konkrete Pläne.

Im Erdgeschoss soll das Café Vormstegen eröffnen. „Wir wollen ein ehrliches, supernormales Café betreiben. Das machen wir für Elmshorn“, sagt Susanne Semmelhaack . Dafür sollen auch die dahinterliegenden Gebäude genutzt und um einen Wintergarten erweitert werden.

Auch in den Obergeschossen wollen die neuen Eigentümer Veränderungen vornehmen: „Wir wollen das Haus um eine Etage aufstocken und die Höhe der Nachbarbebauung erreichen“, sagt Ulf Semmelhaack. Im ersten und zweiten Geschoss sollen zwei Wohnungen mit jeweils 70 Quadratmeter Fläche entstehen.

Der Umbau geschieht in Absprache mit der Stadt , die das Haus 2014 gemeinsam mit den Kremer-Hallen erworben hatte. Bereits im Verkaufsverfahren forderte die Stadt ein Konzept für die Sanierung und künftige Nutzung. „Auf diesem Wege konnten wir sicherstellen, dass das Sanierungsgebiet optimal entwickelt wird“, sagt Stadtrat Dirk Moritz. Rolf Hohnsbehn, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, ist sicher, die richtigen Eigentümer gefunden zu haben: „Mit Ulf Semmelhaack ist ein Verfechter der alten Gebäudesubstanz am Zug. Das Haus wird ein Höhepunkt der Straße“.
„Der Stil um die Jahrhundertwende und die hohen Decken sind klasse“, sagt Ulf Semmelhaack, der vom Erhalt der historischen Bebauung auf Vormstegen überzeugt ist: „Das sind todschicke Gebäude – und Vormstegen 15 wird ein weiteres Schmuckstück“. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen haben bereits begonnen. Unter anderem wurde das Haus vom Efeu befreit. Sowie die Baugenehmigung erteilt ist, sollen die Fassaden- und Dacharbeiten folgen – und im Sommer kommenden Jahres will Susanne Semmelhaack ihren ersten Kaffee ausschenken.

Stadtrat Moritz: „Als erste große Investition auf Vormstegen ist das ein klasse Einstieg, so kann es weitergehen. Die Straße mit ihrer historischen Bebauung ist ein tolles Stück Elmshorner Geschichte, deren aufregende Zukunft mit diesem Bauvorhaben beginnt“.

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