Mobile Straßensperren : Vorbereitungen für das Hafenfest: Elmshorn erhöht die Sicherheit

Solche mobilen Straßensperren sollen in Zukunft auch bei Großveranstaltungen in Elmshorn eingesetzt werden.
Solche mobilen Straßensperren sollen in Zukunft auch bei Großveranstaltungen in Elmshorn eingesetzt werden.

Stadt schafft für 26.100 Euro neue mobile Straßensperren an. Statt Betonsperren werden faltbare Container eingesetzt.

shz.de von
12. Juni 2018, 14:00 Uhr

Elmshorn | Elf Tote, 55 Verletzte: Der Terroranschlag am 19. Dezember 2016 auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche mit einem Lastwagen hat die Sicherheitskonzepte zum Schutz von Großveranstaltungen bundesweit verändert – auch in Elmshorn. Veranstaltungen in der größten Stadt des Kreises Pinneberg wurden im vergangenen Jahr mit sogenannten Big Bags geschützt. Diese haben sich laut Verwaltung jedoch als ungeeignet erwiesen, da sie keine sicheren Schutz gewährleisteten.

Faltbare Container, statt Betonsperren

Die Stadt hat deshalb jetzt reagiert und schafft ein mobiles Straßensperrsystem an. Es soll zum ersten Mal beim Elmshorner Hafenfest im August dieses Jahres zum Einsatz kommen. Die Stadt Elmshorn investiert insgesamt 26.100 Euro, um die Sicherheit bei Großveranstaltungen zu gewährleisten und zu verbessern.

Bei dem neuen System handelt es ich um faltbare Container, die mit Wasser befüllt und im Zweierverbund aufgestellt werden. Laut Stadtverwaltung haben diese Container den Crashtest der Dekra erfolgreich bestanden – im Gegensatz zu Straßensperren aus Beton. „Das sind geprüfte, mobile Fahrzeugsperren, die den aktuellen Stand des Möglichen entsprechen“, betont Martin Siegbert, Geschäftsführer des Unternehmens Indutainer GmbH, von der die Stadt Elmshorn das neue Sicherheitssystem bezieht. Die Indutainer IBCs sind laut Siegbert faltbare halbstarre Container, welche mit Wasser befüllt, die Aufprallenergie von Fahrzeugen innerhalb der Straßensperre absorbieren. „Beim Aufprall verbleiben die Trümmerteile des Fahrzeuges und unserer Fahrzeugsperre innerhalb des Anhalteweges. Somit werden keine Personen durch herumfliegende Trümmerteile zusätzlich gefährdet. Der Anhalteweg beträgt 7,5 Meter, welches sehr kurz ist“, erklärt der Geschäftsführer.

Insgesamt 110 Container

Die Stadt Elmshorn wird insgesamt 110 Container, 55 Überzugshauben und vier Befüllrahmen anschaffen. Nach einem Einsatz können die befüllten Container schnell entleert, zusammengefaltet und somit platzsparend gelagert werden.

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