zur Navigation springen
Elmshorner Nachrichten

20. Oktober 2017 | 21:57 Uhr

Vom Schandfleck zum Schmuckstück

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fahrplan für die Umgestaltung des Bahnhofes auf die Schiene gesetzt / Weiterhin warten auf positive Signale von der Bahn AG

shz.de von
erstellt am 14.Feb.2014 | 16:00 Uhr

Der Elmshorner Bahnhof – ein Dauerthema ohne Ende? In Pinneberg soll mit der Neugestaltung des Bahnhofes bereits 2015 begonnen werden. Und was passiert in Elmshorn? Silke Faber, Leiterin des Amtes für Stadtentwicklung im Elmshorner Rathaus, und Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) geben einen Sachstandsbericht. Faber zeigt sich optimistisch: „Der Bahnhof wird bis 2019 gebaut; wir halten das Ziel aufrecht, und das sieht auch realistisch aus.“

Elmshorns oberste Stadtplanerin nennt das Jahr 2019 nicht ohne Grund: Nur bis zu diesem Zeitpunkt gibt es Fördergelder entsprechend des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes zum Beispiel für den Bau des geplanten Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) auf dem Holstenplatz. „Danach wird es wahrscheinlich keine Mittel mehr aus diesem Topf geben“, sagt sie.

Die Stadt hofft auf Zuwendungen im zweistelligen Millionenbereich und will sich nicht darauf verlassen, dass jenseits des Jahres 2019 ein ähnliches Nachfolge-Förderprogramm aufgelegt wird. Deshalb wird mit Hochdruck geplant und das Projekt in jeder Hinsicht mit Nachdruck vorangetrieben.

Bürgermeister Volker Hatje hat bereits ein Termin mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Reinhard Meyer vereinbart, denn der Verwaltungschef will mehr Bewegung in die Sache bringen. Seiner Auffassung nach ist die Erneuerung des Elmshorner Bahnhofes ein Vorhaben, das „ein Leuchtturmprojekt des Landes werden muss“.

Immerhin ist der Bahnhalt an der Krückau – der erste Eisenbahnknotenpunkt in der Geschichte des Landes – bezüglich der Fahrgastfrequenz heute der Drittgrößte Schleswig-Holsteins. Und er liegt an einer der am stärksten befahrenen Bahnstrecken im Norden der Republik. Mehr als 330 Personen- und Güterzüge fahren innerhalb von 24 Stunden durch Elmshorn.

Doch noch ist Bürgermeister Hatje alles andere als zufrieden: „Wir kommen mit dem Rahmenplan Bahnhof nur schwer voran und müssen dort noch dicke Bretter bohren.“ Ein Hauptgrund für die schleppende Entwicklung nennt Hatje auch: „Die Bahn hält sich noch sehr, sehr zurück.“ Die Bereitschaft des bundesdeutschen Unternehmens, in Elmshorn zu investieren, ist noch nicht in dem Maße vorhanden, wie es sich die Planer der Stadt wünschen.

Der Zeitplan aus Sicht der Stadt sieht zurzeit wie folgt aus: Der endgültige Rahmenplanbeschluss für den Bereich Bahnhof soll möglichst noch dieses Jahr fallen. Zuvor stehen noch letzte Planungen sowie das Thema Lärmschutzmaßnahmen an. Um den bereits beschlossenen Bau der Lärmschutzwände – eine freiwillige Leistung der Bahn mit Fördermitteln des Bundes – und den Bahnhofsneubau zu koordinieren, werden in kürze Gespräche der Stadt mit Vertretern der Bahn geführt. Zudem müssen noch erneut die Träger öffentlicher Belange beteiligt werden, und auch eine weitere Öffentlichkeitsveranstaltung für die Bürger ist zum Thema Bahnhof noch 2014 vorgesehen.

Noch im Laufe des Jahres, spätestens aber 2015, soll die Finanzierung der Umgestaltung der Stadt an der Schiene geklärt werden. Dabei geht es nicht nur um die Geber verschiedener Fördermittel, sondern auch um die noch ausstehende Einigung mit der Bahn AG – unter anderem über Kostenbeteiligungen und das Bereitstellen von Flächen des Unternehmens. Wenn dies gelungen ist, wird danach die Bauleitplanung erstellt; es folgt von 2016 an die konkrete Planung zur Verwirklichung des Projekts. Ehrgeiziges Ziel ist es, das Werk dann bis 2019 zu vollenden.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen