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Elmshorner Nachrichten

24. Juni 2017 | 05:30 Uhr

Voller Erfolg für den Nahverkehr

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Fahrgastinitiative Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat der Vergabe des Busverkehrs mit Leistungsverbesserungen zugestimmt

Ein einstimmiges Ergebnis für die Neuvergabe des Öffentlichen Nahverkehrs und alle vereinbarten Leistungsverbesserungen: Sören Vollertsen und Kai Göhring sind zufrieden. Im März 2016 hatten die beiden eine Fahrgastinitiative gegründet, um den Busverkehr in Elmshorn zu verbessern und überfüllten Bussen den Kampf anzusagen. Über ein Jahr und unzählige Gespräche später hat der Ausschuss für Stadtentwicklung jetzt einen Katalog von Leistungsverbesserungen verabschiedet, der die Forderungen der Initiative fast vollständig erfüllt.

Der Vergabe des Busverkehrs ab dem 10. Dezember an die Kreisverkehrsgesellschaft Pinneberg, eine bessere Anbindung des Stadtteils Hainholz, die Vorverlegung des Betriebsbeginns, die Verlängerung des Betriebsschlusses, modernere Busse und vieles mehr: Noch müssen am 20. Juni der Hauptausschuss und am 13. Juli das Stadtverordneten-Kollegium diese Veränderungen absegnen. Aber nachdem im Ausschuss für Stadtentwicklung alle Fraktionen den Vorschlägen der Arbeitsgruppe aus Politik und Bürgern zugestimmt haben, ist das Ergebnis so gut wie sicher. Zumal auch der Kreistag am Mittwoch bereits grünes Licht gegeben hatte.

„Wir sind glücklich, dass es sich gelohnt hat, sich für etwas einzusetzen – und nicht immer nur gegen alles zu sein“, sagt Kai Göhring bei einem Abschlusstreffen der Fahrgastinitiave vor der entscheidenden Sitzung in der Weißen Villa. Zahlreiche engagierte Bürger hatten Unterschriften und Umfragen durchgeführt und sich immer wieder politisch zu Wort gemeldet. Zwar hätte auf der Wunschliste noch der ein oder andere Punkt gestanden, sagt Sören Vollertsen.. „Aber unsere größten Wünsche sind mit der Taktverdichtung in Hainholz und der Vorverlegung des Betriebsbeginns erfüllt worden.“ Vollertsen hofft, dass durch eine Verbesserung des Nahverkehrs mehr Elmshorner vom Auto auf den Bus umsteigen. „Auch in Hinblick auf die schwierige Parksituation in der Innenstadt.“

In der Ausschusssitzung selbst lobte der Vorsitzende Andreas Hahn (CDU) die Vorbereitung der Arbeitsgruppe, die problembewusst gearbeitet und die Kosten gering gehalten habe. Durch die Nutzung von Synergien sei es der KVIP möglich, die Stückkosten um rund 15 Prozent zu senken. Dass die absoluten Kosten dennoch jährlich um rund 190  000 Euro steigen, liege an den enormen Verbesserungen, die die Arbeitsgruppe ausgearbeitet habe. Hahn: „Und die sind so groß, dass wohl alle Fraktionen zufrieden sein können.“

Und tatsächlich: Als es nach dieser kleinen Ansprache zur Abstimmung kam, hoben sich alle Hände für die Neuvergabe samt Leistungsverbesserungen. Aus dem Publikum, in dem in erster Linie Mitglieder der Fahrgastinitiative saßen, gab es lauten Applaus und „Danke“-Rufe – die von den Politikern direkt zurückgegeben wurden. Und Hahn versprach: „Den richtigen Applaus für die Fahrgastinitiative gibt es in der Kollegiumssitzung.“

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erstellt am 17.Jun.2017 | 16:05 Uhr

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