Elmshorn : Volksbank wächst in allen Bereichen

Eine gute Bilanz präsentierten Christian Kähler (v.li.), Christian Scheinert und Stefan Witt. Foto: Rohr
Eine gute Bilanz präsentierten Christian Kähler (v.li.), Christian Scheinert und Stefan Witt. Foto: Rohr

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22. März 2011, 08:32 Uhr

Elmshorn | "Es gibt gute und es gibt bessere Jahre - 2010 war ein besseres", sagte Christian Scheinert. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Christian Kähler und Stefan Witt präsentierte er gestern die Bilanz der Volksbank Elmshorn. Das Geld institut hat in allen wichtigen Bereichen zum Teil deutlich zugelegt und verfügt nun über ein betreutes Kundenwert volumen von 1,17 Milliarden Euro - ein Plus von fünf Prozent. "Diese Entwicklung hat unsere Position als Hausbank für die Region gestärkt", betonte Scheinert.

Besonders stolz äußerte sich der Sprecher des Vorstands im Hinblick auf das ordentliche Betriebsergebnis, das von 3,7 auf fünf Millionen Euro gesteigert wurde - das beste Ergebnis in der über 140-jährigen Geschichte der Bank. Nach Abzügen durch Steuern und Abschreibungen blieb ein Gewinn von 2,2 Millionen Euro (2009: 1,9), der in Rücklagen, Reserven und die Dividende fließt. Darüber dürfen sich die rund 13 500 Volksbank-Mitglieder freuen. Die Ausschüttungssumme wird um 6,0 Prozent auf 655 000 Euro gesteigert.

Einen deutlichen Zuwachs verzeichnete die Bank im Privatkundengeschäft. Die Einlagen der etwa 31 000 Privatkunden stiegen um 7,8 Prozent auf 389 Millionen Euro. "Ein solches Wachstum haben wir seit zehn Jahren nicht gesehen", sagte Stefan Witt. Doch nicht nur in diesem Sektor schnitt die Volksbank gut ab. Auch bei den rund 5000 Geschäftskunden erzielte das Institut Zuwächse. "Die regionale Wirtschaft kam trotz Wirtschaftskrise schon zu Beginn des Jahres gut in Fahrt", erklärte Christian Kähler die positive Entwicklung im Kreditgeschäft. Das betreute Volumen stieg um 4,4 Prozent auf 538 Millionen Euro. Die Volksbank habe mutig den Mittelstand in der Region unterstützt. Diesen Weg werde man fortsetzen. "Unser Eigenkapital lässt sowohl aktuell als auch in Zukunft genügend Spielraum für Wachstum", betonte Kähler.

Überraschend gering angesichts der guten Ergebnisse fiel das Wachstum bei der Bilanzsumme aus. Hier legte die Volksbank nur um 0,9 Prozent auf 479 Millionen Euro zu. Die Erklärung dafür ist einfach: 2009 waren darin Gelder der europäischen Zentralbank enthalten. Bereinigt um diese 30 Millionen Euro hat die Volksbank auch hier knapp acht Prozent zugelegt.

Trotz des erfreulichen Ergebnisses fanden die Vorstände einen Wermutstropfen: die Bankenabgabe. "Die mit der Finanzkrise aufgekommene Regulierungswut belastet uns. Es ärgert uns, dass Aufsicht und Politik weitgehend ohne Unterschied gegen alle Banken vorgehen", betonte Scheinert. Es werde nicht berücksichtigt, dass die Volks- und Raiffeisenbanken und die Sparkassen mit ihren Geschäftsmodellen stabilisierend auf den Bankensektor gewirkt hätten. 20 000 Euro muss die Elmshorner Volksbank in diesem Jahr in den übergeordneten Fonds einzahlen.

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