Bürgermeister vor Ort : Volker Hatje spricht mit Bürgern über die Markthalle in Elmshorn

Siegfried Schulz (links) aus Sparrieshoop wollte von Bürgermeister Volker Hatje wissen, warum die oberen Stockwerke der Markthalle nicht genutzt werden.
Siegfried Schulz (links) aus Sparrieshoop wollte von Bürgermeister Volker Hatje wissen, warum die oberen Stockwerke der Markthalle nicht genutzt werden.

Der Verwaltungs-Chef war aus dem Rathaus rübergekommen, um sich anzuhören, was die Elmshorner von ihrer Markthalle halten.

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07. November 2017, 12:00 Uhr

Elmshorn | „Die soll auf jeden Fall unten so bestehen bleiben, wie sie ist“, findet Petra Maßler. Sie geht jeden Sonnabend in der Kaffeeklappe in der Elmshorner Markthalle frühstücken, und sie will das wuchtige historische Gebäude erhalten. Eine kulturelle Nutzung für die Obergeschosse findet sie gut.

Maßler nutzte am Sonnabend die Gelegenheit, ihre Meinung zur Markthalle an der richtigen Stelle kund zu tun: „Bürgermeister vor Ort“ hieß es beim Wochenmarkt zwei Stunden lang. Verwaltungs-Chef Volker Hatje war aus dem Rathaus rübergekommen, um sich anzuhören, was die Elmshorner von ihrer Markthalle halten. Mit Renate Hegemann und Katharina Jantzen hatte er zwei Fachfrauen für das Sanierungsgebiet Krückau/Vormstegen mitgebracht.

„Das schöne alte Gebäude müsste man oben nutzen“, meint Siegfried Schulz aus Sparrieshoop: „Warum kann man da eigentlich nicht rauf?“ Holzdecken, nur ein Treppenhaus, das ebenfalls in Holz gebaut ist: Bürgermeister Volker Hatje verweist auf den Brandschutz. Im Erdgeschoss der Halle befinden sich Läden, die nur an den beiden Markttagen Mittwoch und Sonnabend geöffnet sind. Der Rest des Hauses mitten in der Stadt wird als Lagerraum fürs Industriemuseum genutzt, die Speeldeel hat dort einen Probenraum. Bevor in dem Haus mehr gemacht werden kann, muss es modernisiert werden: Brandschutz und Barrierefreiheit fehlen, Statiker sorgen sich um die Traglasten der Decken und der Denkmalschutz redet bei der Halle aus dem Jahr 1920 ebenfalls mit.

Ende November soll sich der städtische Bauausschuss mit der Markthalle beschäftigen, im Januar sollen die Bürger nochmals beteiligt werden. Am Sonnabend ging es Hatje darum, ein erstes Stimmungsbild einzufangen.

Ein Thema dabei: das Carillon – ein Glockenspiel –, das die Initiative Elmshorn in die Markthalle einbauen will. „Ob das für eine Stadt wie Elmshorn das Richtige ist“, das bezweifelt Claus Carstens. Ein Carillon gehört für ihn eher in ein historisches Stadtbild. Außerdem fehlt ihm der Glaube, dass das Instrument angemessen gepflegt wird: „Da muss man sich kümmern“, und das habe schon mit verschiedenen Brunnen im Stadtgebiet nicht richtig funktioniert.

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